Korbacher Stadtverordnete sind gegen Regionalplan zur Windenergie

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Für die Energiewende sind eigentlich alle Parteien im Korbacher Stadtparlament, über die Standorte und Größen von Windkraftanlagen ist man sich aber nicht einig.

Weil der von der Landesregierung genehmigte Teilregionalplan die vorgebrachten Einwände in Bezug auf die Windvorrangflächen nicht berücksichtigt, will Korbach zusammen mit mehreren Kommunen vor dem Verwaltungsgerichtshof klagen.

Korbach. Die Entwürfe des Teilregionalplans Energie Nordhessen sind bereits seit 2013 in der Diskussion. Vorgegebenes Ziel war es, 2 Prozent der Fläche als Windvorrangflächen auszuweisen.

Insgesamt 47.000 Stellungnahmen gab es dazu, unter anderem auch von der Stadt Korbach. Die Windvorrangfläche „Marke“ wurde befürwortet, die Flächen „Welsche Lied/Röth“, „westlich Alleringhausen“, „Hohe Rade“, „Vor den Stöcken/Am Bickeberg“ wurden abgelehnt. Der jetzt von der Landesregierung genehmigte Teilregionalplan berücksichtigt aber die von der Stadt vorgebrachten Einwände nicht.

„Eine unfaire Vorgehensweise“, meinte Henrik Ludwig (SPD) in der Stadtverordnetensitzung der vergangenen Woche, obwohl seine Fraktion prinzipiell für die Energiewende sei. Viele Stellungnahmen seien nicht geprüft worden, nur um das politische Ziel der 2 Prozent Fläche umzusetzen. Deshalb werde ein Normenkontrollverfahren vorgeschlagen. Auch die CDU unterstützt den juristischen Vorstoß. Arno Wiegand (FDP): „Meine Pflicht ist, es uns nicht gefallen zu lassen.“

Ganz anders sehen das die Grünen, für die Dr. Manfred Dönitz die Argumente vortrug. Er hält den Regionalplan für ausgewogen, und seine Fraktion unterstützt den Ausbau der Windenergie im Hinblick auf die Energiewende. Er sagte in Richtung Skeptiker: „Zukunftsorientierung und Glaubwürdigkeit sehen anders aus“. Auch Axel Krüer (Aktive Bürger) ist für den Ausbau der Windenergie: „Wie sieht unser Beitrag gegen den Klimawandel sonst aus?“

Die Kommunen Diemelsee, Willingen und Diemelstadt sind in ähnlicher Weise betroffen. Zusammen mit ihnen möchte die Stadt Korbach gegen den Regionalplan vor dem Verwaltungsgerichtshof klagen. Das beschloss die Korbacher Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen und der Aktiven Bürger und stellt dafür 25.000 Euro im kommenden Haushalt bereit.

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