Stammtisch „Plauderstübchen“ spendet Portkissen für Chemo-Patienten

Das bild zeigt Dr. Volker Aßmann, Heike Michel, Schwester Sandra Lauterbach und Oberärztin Gabriele Schalk.
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Das bild zeigt Dr. Volker Aßmann, Heike Michel, Schwester Sandra Lauterbach und Oberärztin Gabriele Schalk.

Sie sind recht klein, aber sehr nützlich: Portkissen sind aus Stoff genähte und wattierte Helfer für Chemotherapie-Patienten.

Frankenberg. Sie sind recht klein, aber sehr nützlich: Portkissen sind aus Stoff genähte und wattierte Helfer für Chemotherapie-Patienten. Der Stammtisch „Plauderstübchen“ hat den Brustkrebs-Patientinnen des Kreiskrankenhauses Frankenberg 130 selbstgenähte Exemplare gespendet.

Aber was ist ein Port und wozu braucht er ein Kissen? Dr. Volker Aßmann, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie am Kreiskrankenhaus: „Bei der Chemotherapie werden regelmäßig Zytostatika Medikamente, die die Vermehrung schnell wachsender Zellen hemmen) über eine Infusion verabreicht. Um dabei die Armvenen nicht zu schädigen, werden Portsysteme unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzt und bilden einen dauerhaften, schmerzarmen Zugang zum Blutkreislauf.“ Was die Chemotherapie-Behandlung erleichtert, kann an anderer Stelle stören: „Beim Autofahren liegt der Sicherheitsgurt oft direkt über dem Port und drückt und reibt dort, was für den Patienten sehr unangenehm sein kann. Hier bietet ein Portkissen Abhilfe. Das wattierte Kissen wird per Klettverschluss um den Gurt gelegt und über der schmerzenden Stelle platziert, um den Druck zu mindern“, erläutert Gesundheits- und Krankenpflegerin Sandra Lauterbach.

Der Stammtisch „Plauderstübchen“ hatte die Idee, solche Kissen an die Chemotherapie-Patientinnen des Kreiskrankenhauses zu verschenken. Heike Michel hat Stoff und Materialien besorgt, den drei Freundinnen zu 130 Portkissen verarbeitet haben. Als kleine Trostspender werden sie nun in der Abteilung für ambulante Chemotherapie von Schwester Sandra verteilt. „Wir möchten uns im Namen aller unserer Patientinnen bei den Näherinnen und Spenderin ganz herzlich bedanken,“ so Dr. Aßmann. Der Stammtisch „Plauderstübchen“ ist ein Zusammenschluss von Frauen, die von Krebs betroffen sind oder waren.

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