Der Streit um Grenzen für Schwermetalle in Spielzeug

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Hessen. Das Gericht der Europäischen Union lehnt die pauschale Übernahme der deutschen Grenzwerte ab.

Hessen. Als unverantwortlich bezeichnet die Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch, das heutige Urteil des Gerichts der Europäischen Union zur Schwermetall-Grenze in Spielzeugen. "Sobald die Entscheidung rechtskräftig wird, dürfen Kinder wieder mit mehr gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet werden", meint Maisch in einer Pressemitteilung.

Das Bundesamt für Risikobewertung habe bereits 2012 in einer Stellungnahme die Erhöhung der Grenzwerte als nicht tolerabel bezeichnet hat. Auch sei die Spielzeugindustrie durchaus in der Lage, geringere Schwermetallgrenzwerte einzuhalten, so Maisch.

"Die Bundesregierung muss gegen diese Entscheidung nun Rechtsmittel einlegen und für den Fall einer erneuten Niederlage sich auf EU-Ebene weiter dafür einsetzen, dass unsere Kinder von Schwermetallen in Spielzeug geschützt werden", fordert Maisch.

Dabei lässt die Bundestagsabgeordnete aber außer Acht, dass in Deutschland für bestimmtes Material sogar noch höhere Grenzwerte erlaubt sind, als im restlichen Europa.

Strittig sind dabei die verschiedenen Methoden, nach denen das Risiko bewertet wird, wie schnell Schwermetalle in den Körper gelangen.

In Deutschland gelten einheitliche Grenzwerte unabhängig davon, ob ein Material fest, flüssig oder staubig ist. Dies stellt Spiegel-Online zur Rechtssache T-198/12 dar: "Das EU-Recht hingegen ist bei staubigen Materialien (zum Beispiel Kreide) oder bei flüssigen Stoffen (etwa Seifenblasenflüssigkeit) strenger als das deutsche Recht."

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