Strom kann jetzt richtig teuer werden

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Waldeck-Frankenberg. Unternehmen die viel Strom verbrauchen, sollen weniger zahlen und sparsame Bürger dafür mehr. Die Bundesnetzagentur (BNetzA)

Waldeck-Frankenberg. Unternehmen die viel Strom verbrauchen, sollen weniger zahlen und sparsame Bürger dafür mehr. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) prüfe derzeit, ab wann diese Sonderkundenumlage gelten soll, teilt der heimische Energieversorger EWF mit.

Laut Beschlussentwurf der Bundesnetzagentur sollen Industrieunternehmen, die mehr als zehn Gigawattstunden verbrauchen, von Netzentgelten befreit werden. Die Kosten würden dann vor allem durch kleine Unternehmen und den Bürger getragen. Für Stefan Schaller, Geschäftsführer der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF), eine Ungerechtigkeit: "Zur Sicherung von Arbeitsplätzen und dem Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit erachte ich eine teilwiese Entlastung als absolut sinnvoll. Aus Gründen der Ausgewogenheit kann es jedoch nicht gerecht sein, dass eine vollständige Entlastung der energieintensiven Industrie allein von den übrigen Netznutzern getragen wird." Bei der derzeit angedachten Konstruktion müssten Stadtwerke und regionale Energieversorgungsunternehmen die Umlage an ihre Kunden weiterreichen. "Das bedeutet zumeist empfindliche Preiserhöhungen, erzeugt verständlicherweise Unmut in der Bevölkerung und verringert die Akzeptanz für die Energiewende". Deshalb fordert der Geschäftsführer der EWF die Politik auf, die Verteilung genau zu prüfen.

Im schlimmsten Fall muss rückwirkend gezahlt werden

Unklar ist, ob diese Umlage bereits rückwirkend auch für das Jahr 2011 erhoben werden soll. In jedem Fall soll sie ab dem 1. Januar 2012 gelten. Laut Schaller muss die Bundesnetzagentur sicherstellen, dass ein möglicher Sonderkundenaufschlag durch die Vertriebe der Stadtwerke und der regionalen Energieversorgungsunternehmen auch umgesetzt werden kann. "Hier sind dringend Übergangsfristen geboten. Insbesondere die Rückwirkung der Netzentgeltentlastung zum 1. Januar 2011 ist nicht darstellbar." Die  entsprechende Konsultation der Bundesnetzagentur läuft noch bis Freitag, 2. Dezember.

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