Studieren in Kassel: Sonderinvestition für die Universität Kassel von insgesamt 61,5 Millionen Euro - Davon profitieren auch Unternehmen aus Waldeck-Frankenberg

Kassel. Die Sanierung und der Umbau des aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts stammenden ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Hafeka, in dem h

Kassel. Die Sanierung und der Umbau des aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts stammenden ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Hafeka, in dem heute die Verwaltung für das Fachgebiet Landschaftsplanung der Universität Kassel untergebracht ist, zählt mit Kosten von rund 990.000 Euro finanziell gesehen nicht zu den größten Projekten des Konjunkturprogramms für die Universität Kassel. "Es zeigt jedoch auf überzeugende Weise, wie effizient und erfolgreich die vom Land Hessen und vom Bund initiierten Konjunkturprogramme umgesetzt werden", sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann heute bei einem Ortstermin.

Für die Universität Kassel sind in dem Sonderinvestitionsprogramm Vorhaben in der Größenordnung von insgesamt 61,5 Millionen Euro veranschlagt. Im Einzelnen sind das die Sanierung der Murhardschen Bibliothek (8,6 Millionen) und – jeweils auf dem Campus Holländischer Platz – die Umnutzung des Bibliotheksgebäudes für die Unterbringung der Bereichsbibliotheken (18 Millionen), der Neubau für die Fachbereiche Architektur, Landschafts- und Stadtplanung (7,1 Millionen), die Erweiterung der Zentralmensa (7,7 Millionen) und der Neubau eines Hörsaal- und Campuscenters (20,1 Millionen).

Baubeginn der meisten Vorhaben ist noch in diesem Jahr.

Die im Konjunkturprogramm II enthaltenen Mittel werden insbesondere für die Sanierung und Modernisierung von Gebäuden der Hochschulen verwendet. "Damit können die durch die Investitionspolitik der Landesregierung bereits in Gang gesetzten energetischen Optimierungen von Gebäuden flächendeckend beschleunigt werden. Im Endeffekt wird dadurch eine deutliche Reduzierung der Energiekosten erreicht und sogleich auch der Einhaltung der klimaschutzpolitischen Ziele der Landesregierung Rechnung getragen", sagte Ministerin Kühne-Hörmann.

Mit dem Konjunkturprogramm II werden an den zwölf staatlichen Hochschulen und der Forschungsanstalt Geisenheim zusammen 103 und an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen 14 Vorhaben realisiert. Von den insgesamt in diesem Programm zur Verfügung stehenden 187 Millionen Euro sind 140 Millionen Bundesmittel und rund 47 Millionen Komplementärmittel des Landes.

Die Universität Kassel hat an diesem Konjunkturprogramm einen Anteil von 16,3 Millionen Euro. Realisiert werden damit Sanierungs- und Umbauprojekte an folgenden Standorten: Witzenhausen (gut 1,7 Millionen), Kunsthochschule an der Menzelstraße (knapp 4,4 Millionen), Torhaus A an der Gottschalkstraße (gut 2,8 Millionen), Gebäude Hafeka (990.000), Laborgebäude Hafeka (170.000), Gebäude an der Wilhelmshöher Allee (gut 4,6 Millionen), Mönchebergstraße (168.000), Sporthalle Damaschkestraße (626.000), Gebäude der WISO an der Nora-Platiel-Straße (330.000), und Emilienstraße (177.000). Hinzu kommen nahezu 807.000 Euro für Gerät zur Verbesserung des Lernumfelds."Aus den uns insgesamt aus diesem Konjunkturprogramm zur Verfügung gestellten 16,3 Millionen Euro konnten 2010 an unserer Hochschule bereits Baumaßnahmen in einem Volumen von knapp 6,5 Millionen Euro durchgeführt werden", sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. "Das hat es uns insbesondere erlaubt, mehr Räume und bessere Studienbedingungen für eine rasch wachsende Zahl von Studierenden bereitzustellen." Zudem hätten die Sanierungsmaßnahmen die Energieeffizienz von Hochschulgebäuden verbessert, sagte Postlep: "Das senkt langfristig auch unsere laufenden Kosten."In ganz Hessen konnten mittels der Konjunkturprogramme von Bund und Land insgesamt 500 Investitionsprojekte des Landes und rund 5.000 kommunale Investitionsprojekte angestoßen werden – an Schulen und Hochschulen, Kindertagesstätten und Sporthallen, Schwimmbädern, Bürgerhäusern und Feuerwehreinrichtungen. Fast 60 Prozent davon sind bereits bis Ende vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Die Evaluation der Programme hat ergeben, dass etwa 80 Prozent der Finanzmittel in Hessen verblieben sind. "Damit sind heimische Arbeitsplätze – insbesondere in dem von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Bausektor – gesichert worden, und es wurden gleichzeitig die Lernbedingungen an Hessens Schulen und Hochschulen sowie die kommunale Infrastruktur verbessert", resümierte Ministerin Kühne-Hörmann.

Davon profitieren auch Unternehmen aus Waldeck-Frankenberg

Eine Scheibe von den Brutto-Gesamtbaukosten inkl. Baunebenkosten von 990.000 Euro beim "HaFeKa" dürfen sich die beteiligten Unternehmen aus Waldeck-Frankenberg abschneiden. Dazu gehören im  Rohbau die Firma "Dinger" aus Korbach sowie im Bereich Fenster "Merhoff" aus Waldeck.

Das Bauvorhaben:

Das Gebäude Mit der Nummer 7160 in der Gottschalkstraße 26 ist das ehemalige Verwaltungsgebäude der Häute – und Fetteverwertung "HaFeKa" (Häute, Fette, Kadaver).Der Bau stammt aus den 50er Jahren und steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird vom Fachgebiet Landschaftsplanung des Fachbereich 06 ASL der Universität Kassel genutzt. Hier befinden sich ein Seminarraum, Büros der Professorinnen und Professoren und deren Mitarbeitern sowie studentische Arbeitsräume. Das stark sanierungsbedürftige Gebäude wurde bereits seit dem Jahr 2005 in kleinen Bauabschnitten im Innenbereich Etagenweise vom EG bis zum 3. OG saniert.Die Mittel des Konjunkturpaketes gaben der Hochschule nun die Möglichkeit, alle noch offenen Sanierungsschritte in einem Zuge auszuführen. Hierzu gehörten unter anderem:Behindertengerechte Ausstattung durch Anbau eines Aufzuges und behindertengerechten Gebäudezugang über eine Rampe,energetische Fassadensanierung durch Erneuerung sämtlicher Fenster und dasAufbringen einer Fassadendämmung,Verlegung des Gebäudezuganges auf die Gebäuderückseite an die zukünftigeHauptachse der Hochschulerweiterungsflächen auf dem ehemaligen Gottschalkgelände.

Die Trockenlegung der Kelleraussenwände umfasst den Umbau und die Sanierung der Projekträume im Dachgeschoss, die Öffnung und Sanierung des Eingangsbereiches und des Treppenhauses, sicherheitsrelevante Nachrüstungen wie den Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage und Einbau einer Sicherheitsbeleuchtung sowie die Erneuerung der befestigten Flächen in den Außenanlagen.

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