Studierende übernehmen Projekte im Unternehmen

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432 Erstsemester konnte StudiumPlus in der Wetzlarer Stadthalle begruessen. Foto: red

Waldeck-Frankenberg.  Theorie und Praxis zu verbinden, das ist das Ziel der dualen Studiengänge des StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhe

Waldeck-Frankenberg.  Theorie und Praxis zu verbinden, das ist das Ziel der dualen Studiengänge des StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), die auch in Bad Wildungen und Frankenberg angeboten werden. Die Vorteile der praxisnahen Ausbildung möchte die Hochschule bei den Unternehmen vor Ort noch bekannter machen. "Die Ergebnisse der Praxisphasen von StudiumPlus werden in unserem Unternehmen direkt umgesetzt", das berichtet beispielsweise Lea Eisenacher-Eckhardt, Personalleiterin der Big Drum Engineering GmbH in Edertal. Die Praxisphasen sind Bestandteil der dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), die ihren Standort in Wetzlar haben und in Bad Wildungen eine Außenstelle unterhalten. Das Studium findet zur Hälfte an der Hochschule und zur Hälfte in einem Unternehmen statt.

In den Unternehmen arbeiten die Studierenden an Projekten, die direkt aus dem Arbeitsalltag stammen. Davon profitiert der Studierende, der einen guten Einblick in das Unternehmen und die Anforderungen im "echten" Berufsleben bekommt, aber auch das Unternehmen hat die Gelegenheit, mit Unterstützung der betreuenden Professoren ein Thema, das ohnehin bearbeitet werden müsste, umsetzen zu lassen. Dabei kommen die Professoren der THM ins Unternehmen und stehen für alle Fragen zur Verfügung.

Big Drum Engineering entwickelt, baut und installiert Abfüllmaschinen und Systeme für die Eiskrem- und Lebensmittelindustrie. Sabrina Schengel hat den Bachelorstudiengang BWL bei StudiumPlus in Bad Wildungen belegt und hat einen Studienvertrag mit dem Unternehmen. In ihrer ersten Praxisphase hat sie die Organisation einer Messe eigenverantwortlich übernommen, in der gerade abgeschlossenen zweiten Praxisphase hat sie ein Handbuch über rechtliche Grundlagen im Unternehmen erstellt. "Das war ein umfangreiches Projekt", sagt Personalleitzerin Eisenacher-Eckhardt. Die Studentin musste zusammentragen, welche rechtlichen Vorgaben ein mittelständisches Unternehmen einhalten muss und was für Genehmigungen einzuholen sind. "Das fertige Handbuch hat mehrere 100 Seiten und dient nun als Grundlage für alle Mitarbeiter", sagt die Personalleiterin.

Ähnliche Erfahrungen hat Angelika Teppe, Personalleiterin der ALMO GmbH in Bad Arolsen, gemacht. ALMO gehört zu den weltweit führenden Spritzenherstellern und hat 360 Mitarbeiter. Bei ALMO studiert derzeit Jennifer Kirner, die bei StudiumPlus den Studiengang Ingenieurwesen in der Fachrichtung Elektrotechnik belegt hat. In ihrer Praxisphase hat sie eine neue Lastenheftvorlage für das Unternehmen erarbeitet, mit der die Anforderungen des Auftraggebers an die Leistungen des Auftragnehmers beschrieben werden kann. "Die Lastenheftvorlage musste so erstellt werden, dass sie alle wichtigen Fakten, aber keine unnötigen Details enthält", so Teppe. Das Ergebnis der Projektarbeit sei keineswegs für den Papierkorb gewesen, sondern werde im Unternehmen eingesetzt, betont die Personalleiterin.

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