Stunde der Gartenvögel: Weniger Amseln durch Hitze und Dürre?

Der NABU ruft zur 15. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Hierbei werden Deutschlandweit Vögel in Gärten, Grünanlagen und Parks erfasst. Die diesjährige Zählung findet vom 10. bis zum 12. Mai statt.

Waldeck-Frankenberg – Was bedeutet Dürre schon im Frühjahr für die heimische Vogelwelt? Wie sich das trockenheiße Jahr 2018 und das bisher warme und niederschlagsarme Frühjahr auf die Bestände auswirkt, wird die „Stunde der Gartenvögel“ zeigen. Bei der 15. „Stunde der Gartenvögel“ werden deutschlandweit Vögel in Gärten, Grünanlagen und Parks erfasst. Die diesjährige Zählung findet am zweiten Maiwochenende, also vom 10. bis zum 12. Mai statt.

„Wir erwarten unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Vogelarten“, sagt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler, „so hatten Haussperlinge 2018 offenbar gute Bruterfolge, weil durch das warme Wetter keine Jungvögel an Unterkühlung sterben konnten und vergleichsweise viele Insekten zu finden waren. Amsel und Singdrossel, die ihre Nahrung (Schnecken und Würmer) am liebsten im feuchten Boden suchen, hatten dagegen wohl kein gutes Jahr.“

Im vergangenen Jahr haben bundesweit fast 57.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und aus über 37.000 Gärten insgesamt über 1.2 Millionen Vögel gemeldet. In Hessen zählten über 3.300 Naturfreunde über 75.000 Vögel. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“, handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Und so funktioniert die Teilnahme: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 11. Mai, von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter www.stundedergartenvoegel.degemeldet werden. Meldeschluss ist der 20. Mai. Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit, in Hessen oder in einem Landkreis entwickelt hat.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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