Sturmtief Friederike wütet in Waldeck-Frankenberg

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Infolge einer Windböe stürzte der Anhänger eines LKWs auf die Seite und sorgte für eine Vollsperrung auf der A44.

Menschen in ganz Nordhessen sollten, wenn möglich, in Gebäuden bleiben. Türen und Fenster sollten geschlossen sein. Autofahrten, die nicht zwingend nötig sind, sollten unterbleiben. Das Hauptwindfeld von Sturmtief "Friederike" soll gegen 16 Uhr vorübergezogen sein.

Aktualisiert am 18. Januar 2018, 15.27 Uhr:

Das Sturmtief "Friederike" sorgt zur aktuellen Stunde in ganz Nordhessen für unzählige Einsätze der Polizei. Hunderte Notrufe sind bereits seit dem frühen Mittag in der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen wegen Sturmschäden, Unfällen und Gefahrensituationen eingegangen.

Umgestürzte Bäume blockieren Straßen im gesamten nordhessischen Bereich. Zum Teil sind auch Autos zwischen den Blockaden eingeschlossen. Baustelleneinrichtungen, auch auf der Autobahn 7 bei Kassel, Schilder und andere nicht befestigte Gegenstände aus den Gärten der Bewohner fliegen umher und sorgen für Behinderungen im Straßenverkehr. Für besondere Gefahren sorgen von Dächern herunterfallende Ziegel. Auch im Stadtgebiet Kassel bestehen bereits einige solcher Gefahrenstellen.

Ein Verkehrsunfall auf der A 44im Landkreis Kassel sorgt derzeit für eine Vollsperrung. Der Anhänger eines Lastzuges stürzte im Bereich der Talbrücke Breuna infolge einer Windböe auf die Seite. Er blockiert derzeit die Fahrbahn in Richtung Kassel. Da bei den Windverhältnissen kein Kran eingesetzt werden kann, bleibt die A 44 in Richtung Kassel voll gesperrt. Mit rund zwei Stunden muss dort noch gerechnet werden.

Menschen in ganz Nordhessen sollten, wenn möglich, in Gebäuden bleiben. Türen und Fenster sollten geschlossen sein. Autofahrten, die nicht zwingend nötig sind, sollten unterbleiben. Das Hauptwindfeld von Sturmtief "Friederike" soll gegen 16 Uhr vorübergezogen sein, so die Polizei.

Mittlerweile hat allein die Leitstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg 35 Alarmierungen abgesetzt (Stand: 18. Januar 2018, 15.35 Uhr).

Aktualisiert am 18. Januar 2018, 14.44 Uhr:

Der Sturm wütet im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Mittlerweile sind Feuerwehren wegen zahlreicher umgestürzter Bäume und anderer Hilfeleistungen alarmiert worden.

Dies betrifft Frankenberg, Vöhl (Herzhausen, Thalitter, Dorfitter), Battenberg-Dodenau, Bad Arolsen, Volkmarsen-Külte, Lichtenfels-Fürstenberg, Diemelstadt-Rhoden, Edertal-Giflitz, Gemünden-Grüsen, Diemelsee-Adorf, Waldeck (Sachsenhausen, Freienhagen, Netze), Twistetal (Twiste, Mühlhausen, Ober-Waroldern), Bromskirchen.

Ein Verletzter: Bei Bad Arolsen ist eine Person von einem herabstürzenden Baum getroffen worden.

Hausdächer wurden vom Sturm in Volkmarsen-Külte, in Vöhl-Thalitter und in Bad Wildungen-Reinhardshausen abgedeckt.

In Lichtenfels-Fürstenberg kam es zu einem Stromausfall.

An verschiedenen Orten wurde die Feuerwehr alarmiert, weil Personen in Häusern oder PKW wegen umgestürzter Bäume eingeschlossen wurden.

Der Landkreis hatte bereits am Vormittag allen Schulen in Waldeck-Frankenberg empfohlen, in denen der Unterricht heute stattfindet, diesen nach der dritten Stunde zu beenden. Die Schulen sind entsprechend gebeten, eine geordnete Rückfahrt zu organisieren.

Der NVV machte um 12.07 Uhr aufgrund der aktuellen Wettersituation darauf aufmerksam, dass es im weiteren Verlauf des heutigen Tages zu deutlichen Einschränkungen des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs in Nordhessen kommen kann. Fahrgäste, die heute unterwegs sind, empfiehlt der NVV die gewünschten Reisemöglichkeiten aktuell zu überprüfen. Dafür stehen die Fahrplanauskünfte im Internet unter www.nvv.de oder www.bahn.de zur Verfügung. Weitere Infos sind auch über das NVV-ServcieTelefon 0800-939-0800 (gebührenfrei) zu erhalten.

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