Tagebuch zur Rallye Baltic Sea Circle: Die Tage 7 bis 11 vom Nordkap bis Estland

Alex und Christina sind bei der Rallye Baltic Sea Circle rund um die Ostsee unterwegs: Hier ihre Bilder.
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Alex und Christina sind bei der Rallye Baltic Sea Circle rund um die Ostsee unterwegs und führen Tagebuch. Hier die Berichte der Tage 7 bis 11...

Diese Folge beschreibt die Tage 7 bis 11. Was zuvor geschah lesen Sie hier...und zurück zum Anfang geht es hier...

Tag 7: - 16,5 Stunden Fahrtzeit und 673 Kilometer

„Nach dem herrlichen Abend am Fluss in Alta haben wir uns um 9 Uhr grob auf den Weg Richtung Nordkap gemacht. Noch keine 10 Minuten auf der Straße erreicht uns ein Hilferuf von Andreas und Heike, Team Rumpelflitzer. In einer Nothaltebucht haben wir im Nieselregen unser Werkzeug ausgepackt und nach kurzer Zeit gings weiter! Zu einer solchen Rallye gehört es dazu, sich gegenseitig zu unterstützen. Sei es mit Kfzler Wissen, einer Tasse Kaffee, im Team oder gemeinsam mit anderen Teams. Wir haben Herausforderungen gemeistert und mussten dafür zum Teil zurückstecken oder aber andere Teams haben auf uns Rücksicht genommen. Eine nachhaltige Erfahrung!

Ab Olderfjord wurde es auf dem Weg zum Kap immer einsamer, die Landschaft schön und doch rau. Steil, kurvig und neblig waren die letzten Kilometer, die sich unser Dicker (der T4 Trabsporter) hochgearbeitet hat. Noch fix Eintritt gezahlt und dann haben wir uns zum vor den Globus fahren angestellt. Ein besonderer Moment auf dieser Reise nachdem reichlich Fotos gemacht waren, die versprochenen Postkarten im Kasten und wir erneut technische Hilfe geleistet hatten, ging die Fahrt weiter über die E6. Zumindest kurz - ein Wohnmobilbrand im Nordkaptunnel zwang uns und etliche andere Teams zum halten - vielen Dank an das Team „Pinky & the Brain“ für Kaffee, Müsliriegel und quatschen an der Strecke. Bis 1.30 Uhr sind wir anschließend noch gefahren - nach wie vor ist es taghell! Nach kalten Ravioli aus der Dose haben wir uns auf einer kleinen Klippe irgendwo im Niemansland schlafen gelegt.“

Tag 8: - 13,5 Stunden Fahrtzeit und 482 Kilometer

„Nach einer stürmischen Nacht mit drei anderen Teams auf einer kleinen Klippe haben wir einen kurzen Abstecher nach Finnland gemacht. 10 Länder waren die Challenge, also Finnland rein, ein paar Fotos machen, einkaufen, tanken und das nächste Objekt tauschen (wir bekamen in Hamburg eine Büroklammer mit der Aufgabe, diese in jedem Land gegen etwas Neues einzutauschen!).

Next Stop: Kirkenes! Während die Maschseepiloten Sabine und Sven ihre per Express versandten fehlenden Papiere holen wollten, haben wir uns in einer Hotellobby über die neuesten Zeitungsberichte über uns in der Heimat gefreut vielen Dank an dieser Stelle! Anschließend ging es zur russischen Grenze. Nach gut zwei Stunden waren alle Papiere ausgefüllt, die Autos aus- und wieder eingeräumt, und wir ganz offensichtlich als harmlos eingestuft.

Welcome to Russia! Das war schon ein besonderes Erlebens, die kühle Autorität der Beamten war ungewohnt und alle etwas angespannt. Wir waren umso erleichtert, dass wir dann alle auf der russischen Seite weiterfahren durften. Mit den Maschseepiloten, Team Unantastbar und i-drive Adventure ging es weiter in die auf der Halbinsel Kola gelegene Hafenstadt Murmansk. Aufgrund des Golfstroms ist der Hafen auch im Winter eisfrei. Der militärische Hintergrund der Stadt ist sehr dominant. Unsere Tagesaufgabe war ein Foto der „Lenin“, des ersten Atomeisbrechers der Welt, welcher nun als Museumsschiff im Hafen in Murmansk liegt. Unser Aufenthalt in Murmansk war kurz, auf ging es nach Sankt Petersburg. 1.338km! Für deutsche Verhältnisse eine unglaubliche Entfernung von einer Stadt zur anderen. Eine weitere - ungeplante - Challenge war der erste Tankstop in Russland! Mehr dazu später! Hinter Murmansk haben wir einen unglaublich schönen See zum halten und übernachten gefunden. Irgendwo im nirgendwo!“

Tag 9: 21 Stunden Fahrtzeit! Und 1.177 Kilometer

„Fahren. Tanken. Baustelle. Fahren. Fahren. Fahren. Baustelle. Fahren. Fahren. Pipipause. Fahren. Fahren. Fahren. So könnte man diesen Tag fortsetzen! Unglaublich lange Straßen, die ersten 500 Kilometer mit einer Baustelle nach der anderen. Kaum Zivilisation. Per Walkie-Talkie haben wir uns mit Manuel und Michael gegenseitig Rätselaufgaben gestellt, im Auto faxen gemacht, gesungen. Sofern das möglich war Radioempfang in Russland ist so ne Sache, viel Musik geladen hatten wir nicht, also haben wir die fünf CDs die wir an Bord hatten rauf und runter gehört.

An einer Tanke haben wir eine der Aufgaben gelöst - wir haben mit russischen Bauarbeitern Wodka getrunken und mangels Kartoffeln einfach Chips dazu gegessen. Vor dem tanken muss man in Russland übrigens seine Kreditkarte hinterlegen - also an die Säule fahren, Karte reinbringen, tanken, zahlen. Auch das eine Challenge, die wir erst rausfinden mussten.

Auf der Suche nach einer Duschmöglichkeit sind wir von der großen Straße etwas landeinwärts gefahren, nach Segheza. Geduscht haben wir nicht, doch nachhaltige Eindrücke mitgenommen. Die Armut und Zustände der Stadt und der Straßen haben uns sehr nachdenklich gemacht und werden uns noch lange beschäftigen. Wir sind auch dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es schärft doch das Bewusstsein, für das was man hat und was einem eigentlich selbstverständlich ist. Unterwegs haben wir uns dazu entschieden keinen Schlafplatz zu suchen, sondern sind von 9.30 bis 6.30 Uhr durchgefahren. Eine weise Entscheidung, da von anderen Teams aus den Wäldern Fotos von Bären geschickt wurden.

Völlig erschöpft haben wir mit Dominik und Thorsten, Team Unantastbar, an einer Tankstelle irgendwo vor Sankt Petersburg halt gemacht und uns schlafen gelegt.“

Tag 10: 4,5 Stunden Fahrtzeit und 204 Kilometer

„Nach einem Frühstück an einer recht unromantischen Tankstelle haben wir uns auf den Weg nach Sankt Petersburg gemacht! Nachdem Einkauf und Autowäsche erledigt waren, gingen wir auf die Suche nach einem Hostel, um der Registrierungspflicht in Russland nachzukommen. Das Hostel war mithilfe eines Taxifahrers und einer Verständigung mit Händen und Füßen gefunden - doch wir blieben dort nicht. Die Eindrücke vor Ort und der Umgang hinterließ bei den drei Männern ein ungutes Bauchgefühl.

Nachdem Christina mit den Pässen und Papieren zurück war, alle geduscht hatten machten wir uns also wieder auf den Weg. Dazu sei noch gesagt, dass die Menschen keineswegs unfreundlich zu uns waren! Im Gegenteil sehr hilfsbereit und höflich, doch die immer zahlreicher werdenden Menschen um unsere Rallyefahrzeuge und neugierigen Blicke ließen uns dazu entschließen, auch diese Nacht im Bus zu schlafen.

In Sankt Petersburg haben wir viele Eindrücke gesammelt - das WM Geschehen, die Auferstehungskirche am Gribojedow-Kanal, das Singer-Haus, das russische Museum, die Kluft zwischen Armut und Reichtum, die Sprachbarriere... Nach dem einzigen nicht auf dem Gaskocher gekochten Essen während der Tour, erledigten wir die Tagesaufgabe und machten uns gegen halb eins nachts auf den Weg nach Tallin. Über drei Stunden sind wir auf der Suche nach der richtigen Straße gefühlt immer wieder im Kreis gefahren. Auch zig Nachfragen an Tankstellen halfen uns nicht.

Kurzerhand haben wir Datenvolumen geladen und Hilfe bei google maps gesucht. FEHLANZEIGE! Unsere Tarife machen in Russland nicht mit. Von der Bahn runter, rein in die Stadt, im Kreis, wieder auf die Straße, nachfragen. Ratlosigkeit. Ein Polizist an einer kleinen Station wies uns dann ein letztes Mal den Weg - dieser schien auch nicht wirklich richtig zu sein und so haben wir uns erschöpft und frustriert an der nächstmöglichen Stelle, einer winzigen Tanke, erstmal schlafen gelegt.“

Tag 11: Fahrtzeit unbekannt und 340 Kilometer

„Nach einer kurzen Nacht sind wir direkt zur Grenze nach Estland gefahren und nach gut zwei Stunden Kontrollprozedere auch in Estland angekommen. Nach dem üblichen Einkaufen, Tanken und der Wegbesprechung wurden wir mit einem herrlichen Sandstrand in Võsu belohnt! Dort haben wir - mittlerweile ohne Team Unantastbar, welches sich auf einem Campingplatz in der Nähe eingebuchtet hatte - tolle Fotos gemacht, waren baden, haben ausgiebig am Strand geschlafen. Später kamen noch ein paar Teams hinzu und wir haben zusammengesessen, gekocht, gequatscht und gegen die doch kühle Abendluft und die unzähligen Mücken ein weiteres Lagerfeuer gemacht. Einer der entspanntesten und schönsten Abende der Tour! Belohnt wurden wir noch mit einem wundervollen Sonnenuntergang! In der Bucht getroffen haben wir ein Pärchen aus Spanien, welches seit über sechs Jahren mit einem ausgebauten LKW und den zwei Hunden durch Europa fährt, zwischendurch immer wieder arbeitet und sich in dieser Art zu leben gefunden hat. Solche Begegnungen, offene Gespräche mit wildfremden Menschen sind uns unterwegs immer wieder begegnet und sehr wertvoll!“

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