Die Gesetzlosen - Eine bewegende Performance zum Reformationsjubiläum

Die Reformation geht als bewegende Performance auf Tour.
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Reformation 2017 – Die Gesetzlosen oder Ich hab dir nie den Himmel versprochen heißt das Tanztheater aus Korbach.
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Reformation 2017 – Die Gesetzlosen oder Ich hab dir nie den Himmel versprochen heißt das Tanztheater aus Korbach.

Ein 90-minütiges Tanztheaterstück zur Reformation: modern, lustig, tragisch, bewegend und alles andere als ein belehrender Kostümschinken.

Korbach. „Es ist kein Kostümschinken, der der historischen Belehrung dient“, stellt Dr. Jürgen Römer klar. Der Historiker war anfangs gemeinsam mit Pfarrer Klaus Nobiling als Berater für die Tanzperformance zum anstehenden Reformationsjubiläum hinzugezogen worden. Doch dann entwickelten die beiden kurze schauspielerische Zwischenszenen, die das Stück vorantreiben, gliedern, Hinweise geben, um das tänzerische Geschehen einzuordnen. Dabei schlüpft Römer in die Rolle eines durchaus cholerischen und lauten „Luthers“, während Nobiling den sensiblen und vorsichtigen „Melanchton“ gibt. „Es wird ein unterhaltsamer Abend, an dem auch der Humor nicht zu kurz kommt“, verspricht Jürgen Römer und allen, denen das Tanztheater nicht so geläufig ist, geben die Szenen einen roten Faden an die Hand. Hier die Aufführungstermine...

Seit November 2016 wird das Tanzerlebnis der besonderen Art vorbereitet. Die Laientänzer entwickelten eine unkonventionelle und unkommerzielle Performance. Ein 90-minütiges Tanztheaterstück ist nun entstanden: modern, lustig, tragisch und es soll auf jeden Fall zum Nachdenken anregen. Mitwirkende sind unter anderem Küster Friedrich Mitze, Theaterpädagogin Ulrike Kucharzcyk oder die für ihre Jugendfilmarbeit bekannte Yvonne Pixa. Die Choreographien haben Joanna Klimek und Tanzpädagogin Ursula Christiane Nobiling entwickelt. Der Text der Schauspieler entstammt der Feder von Pfarrer Klaus Nobiling. Antje Brand entwarf die Grafik des Plakates.

Insgesamt 25 Tänzerinnen und Schauspieler stellen sich unter dem Titel „Reformation 2017 – Die Gesetzlosen“ oder „Ich hab dir nie den Himmel versprochen“ die Fragen nach Sinn und Grenzen der Reformation. Nobilling: „Luther meinte, dass die Menschen sich nach bestem Wissen und Gewissen ins gesellschaftliche Leben einbringen sollen. Dabei ging er immer davon aus, dass alle, die nach Gottes Willen leben, auch das Beste für ihre Umwelt tun würden. Schließlich haben sich die Menschen ja damals direkt vor Gott verantwortlich gefühlt.“ Das Tanzprojekt nähert sich dem Wandel des Mittelalters in Denken und Fühlen. Es wird mit Mitteln des kreativen Tanzes unter dem Motto von Royston Maldoom „Jeder kann tanzen“ gearbeitet.

Alle Teilnehmer arbeiten unentgeltlich und ehrenamtlich an dem Projekt. Der Spaß an der Theaterarbeit stehe im Vordergrund, so die Intention von Ursula Nobiling und Ulrike Kucharczyk. Jeden Freitagabend wird seither geprobt, um alle Register ihrer tänzerischen Möglichkeiten zu ziehen. „Es ist nicht leicht, Laien dazu zu bringen, alles aus sich heraus zu holen“, sagt Nobiling. „Wir versuchen es mit allen Kniffen unsere Leistung und vor allem den Ausdruck zu trainieren. Zum Glück haben einige Teilnehmerinnen schon an vier vorangegangenen Tanzprojekten mitgemacht. Da entsteht ein eingeschworenes Team mit unheimlich viel Energie und Lust am Spiel. So lassen sich auch die Neuen schnell einfangen.“ Getanzt wird zu tragischer Tangomusik, zu Klavierkonzerten von Poulenc, einem Mandolinenkonzert von Vivaldi sowie einem Kinderlied von Hermann van Veen.

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