1000. Windrad in Hessen: Einweihung des Windparks Gemünden mit Protest

Im Rahmen eines Tages des offenen Windparks wurden die sieben Windräder – darunter das 1000. Windrad in Hessen – feierlich in Gemünden/Wohra eingeweiht. Es gab aber auch Protest.
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Startschuss für den Windpark Gemünden durch von links Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Frank Gleim, Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir, die Stellvertretende Präsidentin des Bundesverbands WindEnergie Dr. Sandra Hook sowie weitere Vertreter aus Politik und Energieunternehmen.
Im Rahmen eines Tages des offenen Windparks wurden die sieben Windräder – darunter das 1000. Windrad in Hessen – feierlich in Gemünden/Wohra eingeweiht. Es gab aber auch Protest.
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Im Rahmen eines Tages des offenen Windparks wurden die sieben Windräder – darunter das 1000. Windrad in Hessen – feierlich eingeweiht. Es gab aber auch Protest.

Gemünden. Der Windpark Gemünden speist nun Ökostrom in das regionale Netz ein. Zahlreiche Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik sowie Vertreter der regionalen Energieversorger VEW und EWF waren anwesend, um gemeinsam den Windpark offiziell in Betrieb zu nehmen. Zunächst richtete Gemündens Bürgermeister Frank Gleim einige Grußworte an die weit über 100 Besucher. Gleim bedankte sich bei allen beteiligten Gremien und Unternehmen, die für die gute Umsetzung des Projekts verantwortlich waren und zeigte sich sichtlich beeindruckt und begeistert vom Windpark. „Wenn ich morgens aus dem Fenster schaue und sehe, wie sich die Windräder drehen, dann kommt wahre Freude über das technische Gelingen und den wirtschaftlichen Nutzen auf“, sagte Gleim.

Gesellschafter des Projekts sind die Stadt Frankenberg bzw. die städtischen Werke, die BKW Bad Wildungen und die Stadt Gemünden. Anschließend übergab Gleim das Wort an Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir, der die „vorbildliche Umsetzung“ des Windparks lobte. „Hier sehen wir, dass die Energiewende in Hessen stattfindet und wir uns im bundesweiten Vergleich nicht mehr verstecken müssen“, sagte Al-Wazir. Während seiner Rede wurde ein Protestbanner der Initiative „Es reicht“ aus Amöneburg ausgerollt, welche sich gegen den Bau von Windkraftanlagen richtet. Auch im Ort fand eine angemeldete Demonstration gegen den neuen Windpark statt. „Wer abschaltet muss gleichzeitig anschalten“, reagierte Al-Wazir auf die Kritik und meinte damit, dass für abgeschaltete Atom- oder Kohlekraftwerke andere Energiequellen zur Stromproduktion benötigt werden.

An diesen Punkt knüpfte Landrat Dr. Reinhard Kubat an, der an die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima erinnerte und welche Folgen sie bis heute nach sich ziehen. Im Anschluss an die Grußworte wurde durch den symbolischen Druck eines Startknopfes schließlich der Windpark Gemünden offiziell eingeweiht. Nun konnten die Besucher einen kleinen Einblick in das Innenleben des Windrads erhalten oder sich an den Informationsständen über die technischen Details der Windkraftanlage informieren.

Mit einer Höhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern erzeugt jedes der sieben Windräder 2,4 Megawatt Strom. Somit erzeugt der Windpark 16,8 Megawatt Strom, was einem Stromverbrauch von 12.700 Haushalten entspricht. Die jährliche CO2-Einsparung liegt bei 33.500 Tonnen. Hessenweit werden ca. 7 Prozent des Bruttostrombedarfs durch Windkraft abgedeckt. Die mittlerweile 1.000 Windkraftanlagen erzeugen 1.700 Megawatt Strom und könnten somit 1,8 Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden sorgte für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung und bei Bratwurst und kühlen Getränken, die durch die Freiwillige Feuerwehr und den Sportverein Schiffelbach gereicht wurden, verlebten die Besucher noch einige Stunden am Fuß der 141 Meter hohen Windkraftanlage.

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