Tierfotograf hält illegale Jagd bei Twistetal mit Schock-Foto fest: Fuchs wird von Kugel zerfetzt

Fuchs Jagd Twistetal
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Ein Tierfotograf in Twistetal nahm gerade einen Fuchs auf, als dieser in der nächsten Sekunde tödlich von einer Kugel getroffen wird.

Ein Tierfotograf in Twistetal nahm gerade in der Sekunde einen Fuchs auf, als dieser tödlich von einer Kugel getroffen wird. Ein Schock und lebensgefährlich für den Fotografen, der lediglich rund 12 Meter von dem Tier entfernt gewesen sein soll.

Twistetal. Ein Jäger soll vergangenen Mittwoch, 24. April 2019, gegen 8.30 Uhr bei Elleringhausen trotz der gesetzlichen Schonzeit einen Fuchs erschossen haben.

Er wurde dabei von einem Tierfotografen beobachtet, der zufällig genau in dem Moment ein Foto auslöste, in dem der Schuss den Fuchs traf. Was natürlich auch lebensgefährlich für den Fotografen war, der sich rund 12 Meter von der Szenerie entfernt befunden habe.

Achtung! Die Aufnahme im Text könnte Menschen sehr berühren. Kinder sollten diese nicht sehen müssen. Dieses Foto zeigt eine Gewaltdarstellung.

Doch der Fotograf soll nicht nur Zeuge dieses Abschusses sein. „Etwa eine viertel Stunde später – auf dem Rückweg zu seinem Auto – beobachtet der Fotograf, wie der ihm bekannte Jäger einen Waschbären in einer ausgehöhlten Baumwurzel entdeckt und mit drei Schüssen aus einer Kurzwaffe streckt. Ein weiteres Jagdvergehen während der Aufzuchtzeit von Jungtieren, das Konsequenzen für den Jäger haben wird. Wildtierschutz Deutschland hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Marburg erstattet“, heißt es auf der Homepage beim gleichnamigen Verein.

Die Staatsanwaltschaft Marburg wird allerdings wegen der Zuständigkeit den Fall an die Staatsanwaltschaft Kassel abgeben. Dort hat auch die Organisation „PETA“ nach eigener Aussage Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt.

Achtung! Die Aufnahme könnte Menschen sehr berühren. Kinder sollten diese nicht sehen müssen. Dieses Foto zeigt eine Gewaltdarstellung.

Außerdem wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen bei der Jagdaufsicht des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Korbach von beiden Tierschutzorganisationen auf den Weg gebracht. Beim Landkreis hat man auch von dem Fall erfahren und konnte den Eingang der Anzeigen bestätigen.

Doch zuerst ist die Staatsanwaltschaft am Zug. Sollte es zu einer Verurteilung des Jägers kommen, dann könnte die Jagdaufsicht reagieren und ihm sogar den Jagdschein entziehen, so die Kreisverwaltung auf Anfrage. Und genau diesen Entzug fordert Peta.

„Dass der Jäger sich nicht an die Schonfrist hält, beweist deutlich, dass es ihm nur um den Spaß am Töten geht“, bewertet dies Nadja Michler von PETA. „Laut Aussage des Tierfotografen, der Angst um sein eigenes Leben hatte, hat der Jäger die beiden toten Tiere zurück an die Eingänge ihrer Bauten geworfen und mit Laub bedeckt. Sollten junge Tiere im Bau sein, könnten diese nun elendig verhungern. Eine Person, die so wenig Respekt vor Gesetzen und dem Leben hat, sollte keinen Waffenschein besitzen dürfen“, meint die Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierschutzorganisation.

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