Tipp: Einfach auflegen

Foto: Landeskriminalamt
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Foto: Landeskriminalamt

Wiesbaden. Das Hessische Landeskriminalamt warnt vor betrügerischen Anrufen angeblicher Microsoft-Mitarbeiter.

Wiesbaden. Experten der Cybercrime-prävention der hessischen Polizei haben in den letzten Wochen eine Häufung von Fällen festgestellt, in denen die Täter eine hinlänglich bekannte Phishing-Variante für ihre betrügerischen Zwecke benutzen. Dies hat bereits zu Schäden bei arglosen Computer-Benutzern geführt.

Die meist englischsprachigen Anrufer geben sich als Microsoft-Support-Mitarbeiter aus. Sie weisen ihre Opfer auf einen vermeintlichen Virenbefall ihres Computers mit Schadsoftware hin. Teilweise soll auch ein Versagen des Betriebssystems des Opfer-Rechners unmittelbar bevorstehen. Gegen eine Geldzahlung, meist zwischen 80 und 200 Euro, bieten die Täter dann die Reparatur und eine Fernwartung des PCs sowie eine lebenslange Garantie an.

Dazu soll ein entsprechendes Programm von einer Internetseite heruntergeladen und auf dem PC installiert werden. Dieses Programm ermöglicht es den Tätern, aktiv auf den Computer des potentiellen Opfers zuzugreifen und weitere Manipulationen vorzunehmen, zum Beispiel das Ausspähen von Bank- und Kreditkartendaten bis hin zum Sperren des Computers.

Grundsätzlich gilt: Microsoft ruft Sie nicht unaufgefordert an. "Jeder muss misstrauisch sein, wenn er ohne erkennbaren Anlass einen Anruf erhält, in dem er dazu aufgefordert wird, den Zugriff auf seinen eigenen Computer zu gestatten. Hierbei ist es egal, ob es sich um einen angeblichen Microsoft-Support-Mitarbeiter oder eine andere beliebige Person handelt", erklärt Kriminaloberkommissar Christoph Schulte, Fachberater für Cybercrimeprävention im Hessischen Landeskriminalamt in Wiesbaden. "Wir warnen davor, sensible Daten am Telefon preiszugeben oder dubiose Internetseiten zur Installation unbekannter Programme aufzusuchen. Sollten Sie trotzdem in diesem Zusammenhang angerufen werden, gibt es eine weitere, sehr einfache Möglichkeit: legen Sie einfach auf!", so Christoph Schulte.

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