Tischbein-Ausstellung im Kloster Haina öffnet

Die Ausstellung über Johann Friedrich August Tischbein kann bis Ende Oktober besichtigt werden. Besucher werden gebeten, Abstand zu anderen Menschen zu wahren und Schutzmasken zu tragen.

Haina. Nach dreimonatigem Stillstand werden im mittelalterlichen Kloster Haina die kulturellen Aktivitäten wieder aufgenommen. Die frühgotische Kirche und die angrenzenden Klosterbauten sind ab Samstag, 20. Juni, wieder für Besucher geöffnet. Wie der Verein der Freunde des Klosters Haina mitteilte, wird vom gleichen Zeitpunkt an auch die seit langem geplante Ausstellung über den Maler Johann Friedrich August Tischbein (1750-1812) zugänglich sein. Er ist einer der herausragenden Vertreter der berühmten Künstlerdynastie, die im Kloster Haina ihren Ursprung hatte, und hatte sich in ganz Europa einen Namen als einfühlsamer Porträtmaler gemacht.

Alle Besucher werden gebeten, Schutzmasken für Mund und Nase mitzubringen und hinreichend Abstand zu anderen Menschen zu wahren. In die Kirche, die Ausstellungsräume und den Klosterladen wird jeweils nur eine beschränkte Anzahl von Besuchern eingelassen. Sie sollen sich in eine Anwesenheitsliste eintragen. Die Führungen durch die Kirche, die Klosterbauten und die Tischbein-Ausstellung, werden am Sonntag, 21. Juni, wieder aufgenommen. Sie finden bis zum 1. November an jedem Sonntag um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils am Klosterladen im Kreuzgang der Hainaer Anlage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Tischbein-Ausstellung

Johann Friedrich August als Genie der Empfindsamkeit: Im Kloster Haina wird ein Künstler aus der Tischbein-Sippe vorgestellt, der 15 Jahre Hofmaler in Arolsen war und außerdem in Weimar, Leipzig, Amsterdam, Rom, Paris und St. Petersburg glänzte.

Der 1750 in Maastricht geborene und 1812 in Heidelberg gestorbene Johann Friedrich August Tischbein war in der Zeit um 1800 einer der bekanntesten und erfolgreichsten Porträtmaler in Europa. Seine ersten 15 Berufsjahre verbrachte er im Dienste des Fürsten Friedrich zu Waldeck und Pyrmont in Arolsen, danach führte ihn sein Weg zu ersten Adressen in ganz Europa.

Der lebenslustige, manchmal verschwenderische und gleichwohl ungeheuer fleißige Mann gehörte zur zweiten Generation der berühmten Künstler-Sippe, die ihren Ursprung im Kloster Haina hatte. Ihm ist in diesem Jahr die Ausstellung gewidmet, die der Verein der Freunde des Klosters Haina alljährlich in einem Nebenraum der Klosterkirche ausrichtet. Sie wird am 20. Juni eröffnet, dauert bis Ende Oktober und ist täglich außer montags geöffnet.

Rubriklistenbild: © Foto: PM

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