Ein Tischbein aus Triest: Vortrag zur Ausstellung "Die Tischbeins!" im Kloster Haina 

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Das Foto zeigt das Gemälde des Triester Hafens von Anton August Tischbein (1805 - nach 1867). Der Künstler wird Thema sein in einem Vortrag von Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt am 2. Juni um 14 Uhr in der Klosterkirche Haina. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Die Tischbeins!" statt.

Kasseler Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt berichtet über einen bisher kaum bekannten Nachfahr der berühmten Malersippe aus Haina.

Haina - Aus der Künstlerfamilie Tischbein, die ihren Ursprung im nordhessischen Kloster Haina hat, sind noch längst nicht alle Mitglieder einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Einen Maler der dritten Generation stellt am Sonntag, 2. Juni, um 14 Uhr in der Hainaer Winterkirche die Kasseler Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt auf der Basis neuerer Forschungen vor.

Es handelt sich dabei um August Anton Tischbein (1805 – nach 1867), der vor mehr als 150 Jahren im heute italienischen, damals österreichischen Triest lebte und dort bedeutende Landschaftsgemälde schuf. Erhalten ist unter anderem eine Ansicht des Triester Hafens, auf der prachtvolle Segelschiffe zu sehen sind.

August Anton Tischbein war einer der Urenkel des Hainaer Hospitalbäckers Johann Heinrich Tischbein (1682-1764) und seiner Frau Susanna Margaretha geb. Hinsing (1690-1772), zu deren Nachkommen mehr als zwei Dutzend Malerinnen und Maler zählen. Schon in der ersten Generation waren fünf der neun Kinder Künstler geworden, unter ihnen Johann Jakob Tischbein (1725-1791), der nach Lübeck ging. Er war der Großvater des „Triester Tischbeins“, dessen Wirken an der Adria die Kasseler Professorin Martina Sitt in den vergangenen Monaten erforscht hat.

Die Wissenschaftlerin hatte bereits in den vergangenen Jahren im Kloster Haina eine ganze Serie von Ausstellungen zur Familie Tischbein initiiert und mit Studierenden der Kasseler Uni ins Werk gesetzt. Ihr Vortrag fügt sich ein in das Rahmenprogramm der derzeit laufenden Ausstellung „Die Tischbeins!“, die noch bis zum 31. Oktober im Kreuzgang der Klosterkirche Haina gezeigt wird.

Kuratiert von der Kasseler Kunsthistorikerin Caroline von der Osten-Sacken, gibt diese Präsentation einen Überblick über die verschiedenen Generationen der Maler-Dynastie. Das Glanzstück der Schau sind zwei Porträts der Stammeltern Johann Heinrich und Susanna Margaretha Tischbein, die dem Verein der Freunde des Klosters Haina vor drei Monaten von der Kasseler Bürgerin Hedda I. Breithaupt gestiftet worden waren. Einer der Vorfahren der Industriellen-Familie Breithaupt hatte vor 250 Jahren in die Familie Tischbein eingeheiratet, sodass sich eine direkte Verbindung ergibt.

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