Traum versilbert: Leyhe mit dem Team Zweiter bei Olympia

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Beim Heimweltcup in Willingen hätte Stephan Leyhe wohl noch nicht zu träumen gewagt, dass er gute zwei Wochen später eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen holt.

Nachdem er für die Springen zuvor nicht nominiert war, holt der Schwalefelder bei seinem ersten Olympia-Start seine erste Medaille.

Pyeongchang/Willingen - Der Teamwettbewerb im Skispringen bei den Olympischen Spielen bescherte Stephan Leyhe gleich zwei Karrierehighlights.

Nicht nur, dass der gebürtige Schwalefelder überhaupt an den Start gehen durfte, nachdem Trainer Werner Schuster bei den Einzelspringen auf Normal- und Großschanze nicht auf ihn setzte. Er holte auch gleich sein erstes olympisches Edelmetall. Mit der Silbermedaille können sich die deutschen Adler nun schmücken.

Dabei mussten sie sich nur hinter den Norwegern einreihen, die an diesem Tag nicht zu schlagen waren. Die Mitfavoriten aus Polen um den derzeit überragenden Kamil Stoch konnte das DSV-Team mit einem Vorsprung von 3,3 Punkten auf Platz drei halten, was einem Weitenunterschied von weniger als zwei Metern entspricht. Der Abstand zwischen den erstplatzierten Skandinaviern war da mit 22,8 Punkten schon wesentlich deutlicher.

Es hätte das vierte Mannschaftsgold für das deutsche Team bei olympischen Spielen nach 1994, 2002 und 2014 sein können, aber auch mit Silber können die Springer äußerst zufrieden sein. Für Andreas Wellinger ist es übrigens bereits die dritte Medaille bei diesen Spielen. Er gewann zuvor Gold auf der Normalschanze und Silber auf der Großschanze und ist damit der Überflieger in Korea.

Für Richard Freitag und Karl Geiger, die das Team komplettierten war es, wie für Leyhe, die erste Medaille bei den Olympischen Spielen. „Der Sprung war okay, aber mir ist es nicht ganz gelungen Druck dahinter zu bringen“, kommentierte Leyhe seinen ersten Sprung auf 128 Meter. Danach sei seine „Nervosität weg“ gewesen. Dennoch langte es für den Springer vom SC Willingen auch im zweiten Durchgang nur zu 129 Metern.

Er hatte den Vorzug vor Markus Eisenbichler bekommen, weil er im Training mit Sprüngen 138 und zweimal 131 Metern überzeugte. Dennoch war seine Leistung mehr als ordentlich und so kann nicht nur er sondern die ganze Region stolz auf die Leistung von Stephan Leyhe und dem deutschen Team sein.

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