Trendelburg-Trauma

Von JOCHEN SCHNEIDER Lesen Sie hierzu auch: UMGANGSRECHT FR GEWALTTTIGE Kassel. Das wre nicht passiert, we

Von JOCHEN SCHNEIDER

Lesen Sie hierzu auch: UMGANGSRECHT FR GEWALTTTIGE

Kassel. Das wre nicht passiert, wenn der Vater nicht das Umgangsrecht bekommen htte, tnte es am Freitag auf dem Kasseler Opernplatz durch den Lautsprecher der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhuser (ZIF). Es geht um das Drama von Trendelburg und um den 54-jhrigen Vater, der Anfang September seine vierjhrige Tochter und sich selbst umgebracht hat. Manche meinen, aus Verzweiflung. Fr andere ist klar: Er war gewaltttig und unberechenbar. Deshalb sei das Verbrechen absehbar gewesen. Hintergrund: Die Frau des 54-Jhrigen hatte bereits seit Monaten in einem Frauenhaus gelebt und dort angegeben, ihr Mann sei ihr gegenber gewaltttig gewesen. Das Familiengericht Melsungen hat laut dessen Direktor, Georg Bauer, bei gegenseitigem Einverstndnis der Parteien dem Vater das Umgangsrecht zugesprochen. Mutter und Jugendamt seien gehrt worden. Nachdem der 54-Jhrige die Kinder abgeholt hatte, nahm die Tragdie ihren Lauf. Hren sie auf, er war nicht gewaltttig, rief den Frauenhaus-Aktivistinnen am Freitag auf dem Opernplatz eine Passantin entgegen, die einen hysterischen Eindruck machte. Auf die Mglichkeit, die Mutter knnte nicht die Wahrheit gesagt haben, um sich im Streit um die Kinder eine bessere Position zu verschaffen, wollte sich am Stand der Frauenhuser niemand einlassen. Die Umkehr der Beweislast wurde gefordert. Das bedeutet: Der beschuldigte Mann muss beweisen, dass er nicht gewaltttig ist, sonst gibts kein Umgangsrecht. Darber sprachen wir auch mit Thomas Maas, Vorsitzender des Vereins Vter helfen Vtern. Er sagt: Wir wrden im Umkehrfall nicht automatisch Stellung fr den Mann beziehen und alle Frauen verurteilen. Wenn allerdings eine Situation derart eskaliert sei wie in dem Trendelburger Fall, sei auf jeden Fall etwas schief gelaufen. Maas: Ich kann Mnnern nur empfehlen: Lasst euch helfen, bevor die Situation ausweglos erscheint! Die Frauenhaus-Aktivistinnen dazu: Die erschreckende hohe Zahl von Frauen- und Kindermorden sind kein unvermeidbares Naturereignis. Viele htten verhindert werden knnen. Nachweislich sei whrend der Trennungszeit das Risiko fr Frauen und Kinder am hchsten, vom Ex-Partner angegriffen zu werden. Immer wieder wrden nachweislich gewaltttige Mnner das Umgangsrecht zugesprochen bekommen. Eine Frau am Infostand: Von Gerichten, GutachterInnen, Verfahrensbeistnden und Jugendmtern wird die Bedrohung durch gewaltbereite Ex-Mnner unterschtzt oder nicht ernst genommen. Oder den Mttern wird einfach nicht geglaubt.

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