Das Trinkwasser in Waldeck-Frankenberg hat höchste Qualität

Die Bürger des Landkreises können das Wasser unbedenklich trinken und nutzen. Dennoch kann es bereits in einem Jahr dazu kommen, dass erneut Brunnen geschlossen werden müssen.

Waldeck-Frankenberg. Reinhaltung und Verwertung des Wassers unterliegen einer ganzen Reihe von Richtlinien. Auch der Fachdienst Gesundheit des Landkreises (Gesundheitsamt) kontrolliert die Wassergewinnungsanlagen in seinem Zuständigkeitsbereit akribisch, wobei vor allem der Entwicklung des Nitratgehaltes eine hohe Bedeutung zukommt. Nitrat wirkt in hohen Mengen gesundheitsschädlich und steht sogar im Verdacht krebserregend zu sein. Deshalb gelten sehr strenge Grenzwerte. Diese liegen bei 50 mg Nitrat pro Liter Wasser.

„Unsere regelmäßigen Kontrollen zeigen, dass die Trinkwasserqualität in Waldeck-Frankenberg überdurchschnittlich gut ist“, betonte Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Die Wasserversorgung wird bei uns im Kreis durch 22 Versorger in insgesamt 96 Wasserversorgungsgebieten sichergestellt“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete weiter. Es stehen aktuell 202 Wassergewinnungsanlagen zur Verfügung. Innerhalb der letzten 20 Jahre wurden in 14 Wassergewinnungsanlagen die Grenzwerte überschritten. Durch Mischung mit niedrig belastetem Wasser könne das Nitrat wieder unter den Grenzwert abgesenkt werden, allerdings wurde ein Teil der Brunnen und Quellen mit erhöhter Nitratbelastung bereits vom Netz genommen.

Darunter unter anderem die Brunnen Vasbeck I (mit Nitratwerten zwischen 60 und 65 mg/l), die Quellen 1 und 2 in Vöhl (64 und 67 mg/l), der Brunnen Rhenegge ( bis zu 60 mg/l) und die Quelle Külte, wo der Nitratgehalt derzeit bei 68 mg/l liegt. Seitdem es gerade Anfang der 2000er Jahre viele Grenzwertverletzungen gab, sei die Verlaufstendenz anhand der Messwerte laut Frese „eher stabil bis sinkend“. Ein Sorgenkind ist allerdings das Grundwasser in Freienhagen und Dehringhausen. Es ist mit Arsen belastet. Zwar wird der Grenzwert derzeit eingehalten, dennoch ist eine Entarsenisierung notwendig. Auf Nachfrage beim Gesundheitsamt wurde mitgeteilt, dass es eine Frist bis Oktober 2019 gibt. Ist dann noch Arsen im Wasser, müssen die Brunnen geschlossen werden.

Dennoch konstatiert Frese, dass den Menschen in Waldeck-Frankenberg mit dem hier gewonnenen Trinkwasser ein Lebensmittel von höchster Qualität und Reinheit zur Verfügung gestellt werde, das man unbedenklich trinken und nutzen könne. Für die positive Entwicklung machte der Erste Kreisbeigeordnete auch die erfolgreiche Kooperation mit der Landwirtschaft verantwortlich. Es gibt im Landkreis Waldeck-Frankenberg derzeit fünf Maßnahmenräume nach Europäischer Wasserrahmenrichtlinie, in denen die Landwirte auf freiwilliger Basis mit den Wasserversorgern kooperieren, um einen Beitrag zur Qualitätssicherung und -verbesserung des Trinkwassers zu leisten. Bürger können sich unter wasserqualitaet-online.de stets aktuell über die Wasserqualität in ihrem Versorgungsgebiet informieren.

Rubriklistenbild: © dpa

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