„Umgehung jetzt!“

Wetterburg. Wilhelm Ammenhuser, Hans-Joachim Wierschula und Herbert Frese machen fr den Bau einer nrdlichen Ortsumgehung in Wetterbu

Wetterburg. Wilhelm Ammenhuser, Hans-Joachim Wierschula und Herbert Frese machen fr den Bau einer nrdlichen Ortsumgehung in Wetterburg mobil. Sie sehen aktuell die Chance in Krze etwas fr die Brger zu erreichen.

Gegenwrtig fhren 8.333 Fahrzeuge am Tag, davon 482 LKW, durch den Ort. Weder fr die Einwohner noch seine Besucher gibt es Parkmglichkeiten lngs der Strae. Die zunehmende Schadstoffbelastung mache den Wohnort ebenfalls unattraktiv, was sich vermehrt am Leerstand von Gebuden zeige und Touristen fern blieben.

Die Deutsche Bundesbahn will laut Auskunft von Hans Martin Knig, Leiter Infrastrukturplanung der Deutschen Bahn AG, bis Ende 2012 zwei Millionen Euro in einen Kreuzungsbahnof im Bereich Bad Arolsen-Wetterburg investieren. Die dazu notwendigen Gleiserweiterungen bieten die Mglichkeit die nrdliche Straenumgehung Wetterburgs neu zu berdenken. Die alte Nordvariante stehe aber in der Dringlichkeitsbewertung lediglich im weiteren Bedarf und dmpelt seit den achtziger Jahren vor sich hin.

Bei einer kurzen Demonstration wurde der Durchgangsverkehr gestoppt.

Eine Neubewertung knne diese Manahme in der Priorittenliste weiter nach oben bringen, sagte Brgermeister Horst van der Horst, der eine Neuberatung durch das Hessische Verkehrsministerium als realistisch in Aussicht stellte. Norbert Schmidt, stellvertretender Abteilungsleiter Bau- und Liegenschaften der Stadt Bad Arolsen, zeichnet die neue Trassenfhrung in eine topographische Karte ein und trgt jetzt als Koordinator der Stadt selbst auch einen Teil der Verantwortung, die Nordtrasse und die Westumgehung als Gesamtes zu betrachten und trotz unterschiedlicher Verantwortungsbereiche bis 2015 Planung und Realisierung abzuschlieen. Bis dahin muss noch ein gewaltiger Berg Arbeit bewltigt werden, sagt Schmidt. Jetzt oder nie! betonte Brgermeister Jrgen van der Horst und sieht optimistisch in die Zukunft, da die Bereitschaft aus Wiesbaden eine Neubewertung des Konzeptes mit neuer Trassenfhrung bis Ende 2011 vorzunehmen, bestehe. Die Umverlegung der Kreisstrae K7 msse jedoch im unmittelbaren Einklang mit der Nordtrasse gesehen werden. Der ausschlieliche Bau der Nordumgehung wrde nicht wirklich eine Entlastung fr Wetterburg bringen. Die Kreisstrae msse deshalb in die Planung und Realisierung des 4,7 Millionen teuren Projektes mit einbezogen werden.

Die Wetterburger Brgerinitiative wird vom Rathauschef positiv bewertet und sei gut und richtig. Wichtig sei es jedoch die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bekommen. Die Stadtverwaltung sieht sich hier eher als Moderator zwischen den Interessengruppen, zum einen der betroffenen Landwirte und zum anderen der unmittelbar vom derzeitigen Verkehrsaufkommen belasteten Anwohner. Fr Wetterburg bestnde mit der Verkehrsberuhigung die einmalige Chance den Twistesee attraktiver zu gestalten und die Wertigkeit Wetterburgs als Anziehungspunkt fr Touristen und Urlauber zu erhhen. Der Ausbau des Naherholungsgebietes Twistesee werde vorangetrieben.

In dieser Woche kam der Verkehrsfluss in Wetterburg als Folge einer Demonstration kurzzeitig zum erliegen. Innerhalb weniger Minuten bildeten sich in Ostwest und in sdlicher Richtung endlos erscheinende Verkehrsstaus. Mit einer Unterschriftenliste und Transparenten machten zahlreiche Wetterburger auf die unertrgliche Verkehrssituation aufmerksam. Wilhelm Ammenhuser bergab die Unterschriftenliste mit dem Votum von 412 Wetterburgern fr die Ortsumgehung an Brgermeister Jrgen van der Horst. Dieser fand die Zahl der Befrworter beeindruckend. Die Wetterburger Brgerinitiative hat ein altes Problem neu auf die Tagesordnung gesetzt, der Dornrschenschlaf ist beendet. Stadtentwicklung ist hier und heute und gerade in Wetterburg aktueller denn je. Ich sehe fr die touristische Entwicklung eine realistische Chance. Vorrausetzung ist jedoch das die Verkehrsberuhigung, also die Ortsumgehung, kommt. Ich verstehe die ngste der Landwirte. Die Politik ist gefragt eine Abwgungsentscheidung zu treffen, so van der Horst. Am kommenden Montag fllt dazu die Entscheidung des Ortsbeirats.

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