Umstieg auf Bio: Agrarwirt Christoph Dietzel und seine Schweine bereuen es nicht

400 Hausschweine der Deutschen Landrasse sind auf dem Hof untergebracht.
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400 Hausschweine der Deutschen Landrasse sind auf dem Hof untergebracht.
Die tragenden Muttersauen liegen gut gebettet.
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Die tragenden Muttersauen liegen gut gebettet.
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Zum Abferkeln geht es in die Box.
Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.
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Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.
Die Ferkel fühlen sich bei entsprechendem Auslauf sauwohl und auch die Schwänzchen dürfen dranbleiben.
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Die Ferkel fühlen sich bei entsprechendem Auslauf sauwohl und auch die Schwänzchen dürfen dranbleiben.
Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.
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Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.
Die Ferkel fühlen sich bei entsprechendem Auslauf sauwohl und auch die Schwänzchen dürfen dranbleiben.
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Die Ferkel fühlen sich bei entsprechendem Auslauf sauwohl und auch die Schwänzchen dürfen dranbleiben.
Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.
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Die CDU-Kreistagsfraktion besichtigt den Hof und lässt sich von Besitzer Christoph Dietzel alles erklären.

Seit drei Jahren ist der Schweinemastbetrieb von Christoph Dietzel auf Bio umgestellt. Der Agrarwirt ist froh über die Entscheidung.

Twistetal - Sauwohl fühlen sich die Schützlinge von Christoph Dietzel. Der studierte Agrarwirt bewirtschaftet einen Bioland-Schweinebetrieb in Berndorf. Den hat Dietzel nun den Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion vorgestellt.

„Es riecht ja fast gar nicht“ stellt die Delegation beim Betreten des Stalls fest. Und in der Tat geht der intensivste Geruch vom frischen Stroh aus, in dem sich die tragenden Muttersauen wälzen. Es sind Hausschweine der Deutschen Landrasse. 400 Tiere sind auf dem Hof untergebracht. Er bildet ein geschlossenes System. Das heißt, dass die Ferkel auf dem Hof geboren und gemästet werden bis zur Schlachtung und keine Tiere hinzugekauft werden. „Wir haben ab 2016 auf den Biobetrieb umgestellt“, berichtet Christoph Dietzel.

Rund zwei Jahre hat die Umstellung gedauert. Zuvor wurde hier konventionelle Landwirtschaft betrieben, damals noch mit 1.400 Tieren. „Wir haben uns schon lange dafür interessiert, auf Bio umzusteigen, aber den Schritt doch erst vor rund drei Jahren gewagt“, so Dietzel. Mittlerweile gebe es in der konventionellen Landwirtschaft so viele Auflagen, dass der Unterschied nicht mehr allzu groß sei. Zwar sei der Biomarkt mit 0,5 bis 0,75 Prozent winzig, dennoch lohne sich die Umstellung. „Der Preis für Bio-Schweinefleisch ist rund dreimal so hoch wie für konventionell produziertes Schweinefleisch“, erklärt Dietzel. Hinzu komme, dass er erheblich weniger Kosten habe, allein dadurch, dass er kein Futtermittel einkaufe.

Die Schweine bekommen vor allem Kleegras, aber auch Gerste, Weizen, Erbsen und Bohnen. Deshalb, und weil kein Soja verfüttert wird, ist der Magerfleischanteil mit 55 Prozent etwas geringer als früher. In der ökologischen Landwirtschaft wird die Tierhaltung möglichst vollständig in den Betriebskreislauf integriert. Das heißt: Im Optimalfall produziert der Hof genau so viel Futter, wie die Tiere benötigen. Die Düngung der Felder geschieht im Gegenzug nur mittels Jauche und Mist und komplett ohne Mineraldünger. „Mir macht Bio-Landwirtschaft mehr Spaß. Ich bin freier in meinen Entscheidungen und muss mehr mitdenken“, sagt Dietzel.

Er blickt selbstkritisch auf die Zeit zurück, als der Familienbetrieb noch konventionell gewirtschaftet hat. „Man ist vielleicht jahrelang den Tieren nicht gerecht geworden.“ Dennoch verurteilt er die konventionelle Landwirtschaft nicht. „Solange die Menschen lieber günstig kaufen, wird sich nichts ändern.“ Er spricht dabei auch von Ferkelkastration ohne Vollnarkose, Kupieren der Schwänze und Ähnlichem. So etwas passiere vor allem, weil Fleisch zum Massenprodukt verkomme und dementsprechend niedrig bezahlt würde. Szenarien, um die sich Dietzels Tiere keine Sorgen machen müssen.

Zähne und Schwänze bleiben dran und die Kastration findet unter Vollnarkose statt. Alle Tiere haben jederzeit Zugang nach draußen, wo sie entsprechenden Auslauf haben und ihre Geschäfte verrichten. Denn: Schweine sind äußerst saubere und intelligente Tiere und verrichten ihr Geschäft nur da wo sie liegen, wenn sie keine Wahl haben. Deshalb sind hier lediglich 30 Prozent des Bodens Spalten – und das auch nur, weil dort die Tränken stehen. „Meine Tiere sind gesund, stressbefreit und vielleicht sogar etwas abgehärteter“, sagt Dietzel. Auf jeden Fall haben sie es saugut. Zumindest bis zum Schlachttag, denn auf dem Teller landen auch sie.

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