"Unabdingbar für die Region": Jusos setzen sich für Kreiskrankenhaus ein

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Besuch im Kreiskrankenhaus: Geschäftsführer Gerhard Hallenberger und der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Björn Hesse (v.l.) informierten die Jusos Stefan Bongert, Tristan Reif, Peter Gaul, Eva Kowalewski, Patrick Tanke, Daniela Reetz, Jonas Büchsenschütz, Hendrik Klinge.

An mehreren Ecken drückt in der Frankenberger Klinik derzeit der Schuh. Die vielen Diskussionen können die Jusos dennoch nicht verstehen und fordern mehr Unterstützung.

Frankenberg - Die Jusos Waldeck-Frankenberg haben das Kreiskrankenhaus (KKH) in Frankenberg besucht. Geschäftsführer Gerhard Hallenberger und der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Björn Hesse haben dabei informiert über die finanzielle Situation, die Situation der Beschäftigten, die Krankenpflegeschule, die Investitionen in die Zukunft, sowie einen vernetzten Ansatz, der die gesundheitliche Versorgung im Landkreis sicherstellen soll.

Es wurde außerdem deutlich, dass 70 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland finanzielle Probleme haben. Die Jusos fragen sich, warum es die Regel ist, dass Kitas, Schwimmbäder und Schulen finanziell unterstützt werden, aber von einem Krankenhaus erwartet wird, dass es einen Gewinn erzielt.

Beispielsweise lohnen sich Geburtsstationen finanziell erst ab ca. 1.000 Geburten pro Jahr, in Frankenberg gab es im vergangenen Jahr „nur“ rund 600. Dies führt in diesem Bereich zu einem jährlichen Defizit von über einer Millionen Euro. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsste man daher die Geburtsstation in Frankenberg schließen. Dann gäbe es im gesamten Landkreis nur noch die Geburtsstation in Korbach.

„Wir sind ganz klar der Meinung, dass das Frankenberger Krankenhaus als Notfallstandort mit seinem momentanen breiten Angebot unabdingbar ist für die Versorgung der Region und wollen selbstverständlich die Geburtsstation erhalten“, erläuterte der stellvertretende Juso-Unterbezirksvorsitzende und Vorsitzende der SPD Frankenberg Hendrik Klinge. „Wenn dies bedeutet, dass der Landkreis dem Krankenhaus finanziell helfen muss, dann ist das eben so! Es gibt deutlich unnötigere Dinge, für die der Staat Geld ausgibt, als für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.“

Die Jusos fordern deshalb einen interaktiven Ansatz in den alle Krankenhäuser mit einbezogen werden und durch den die gesundheitliche Versorgung auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Während des Besuches war auch die Krankenpflegeschule mit dem neu errichteten Wohnheim Thema. Die Jusos hatten sich dafür stark gemacht, dass die Mieten für die Auszubildenden in dem Wohnheim kostengünstig bleiben und waren nun sehr erfreut, dass dies nach Auskunft von Hesse und Hallenberger auch so geschehen ist.

„Die SPD steht auf allen Ebenen für bezahlbaren Wohnraum. In Zeiten des Pflegekräftemangels sind wir froh um jeden, der eine Ausbildung am Kreiskrankenhaus beginnt. Schön, dass die Wohnungen als Lern- und Lebenswelt für die Pflegeschüler bezahlbar sind“, freute sich Juso-Kreisvorsitzender Stefan Bongert abschließend.

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