Unfassbare Tat: Pferdestute bei Korbach vergewaltigt

Das Tier erlitt Verletzungen im Genitalbereich. Am Tatort wurden Spermaspuren und Gleitcreme sichergestellt. Peta lobt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus.

Korbach - Eine nur schwer vorstellbare Tat hat sich am Sonntagmorgen, 16. Juni, in Korbach zugetragen. Dort wurde auf einer Koppel in der Feldgemarkung am Ellerbruch ein Pferd vergewaltigt. Das teilte die Polizei heute mit.

Gegen 10 Uhr hat die Besitzerin der Haflingerstute nach ihrem Tier gesehen und musste feststellen, dass diese Verletzungen im Genitalbereich erlitten hat. Darüber hinaus habe die hinzugerufene Tierärztin Spermaspuren festgestellt, die darauf schließen ließen, dass die Stute von einem bislang unbekannten Mann vergewaltigt wurde. Nachdem die Besitzerin die Polizei mit Verdacht auf eine Tierschändung verständigte, konnten die Beamten am Tatort eine Tube Gleitcreme sicherstellen.

Außerdem sicherte die Polizei eine Flüssigkeit im Genitalbereich, wie es in der Pressemitteilung heißt. „Ob der Tierschänder mit Hilfe der Gleitcreme einen Gegenstand eingeführt hat oder ob es sich um eine zoophile Tat handelt, bedarf weiterer Ermittlungen“; teile Polizeihauptkommissar Jörg Dämmer mit. Das Tier habe keine schwerwiegenden Verletzungen und es ginge ihm den Umständen entsprechend gut.

Die hat sich im Zeitraum von Samstagabend, 15. Juni, 19 Uhr und dem Eintreffen der Besitzerin zugetragen. Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können, erbittet die Polizei Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710.

Peta lobt Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus

Derweil hat sich die Tierschutzorganisation „Peta“ gemeldet und setzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus für Hinweise, die zur Verurteilung führen. Zeugen werden gebeten, sich unter der oben angegebenen Telefonnummer an die Polizei zu wenden, und können sich telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail an info@peta.de bei der Tierschutzorganisation melden.

„Bitte helfen Sie mit, diese Tierquälerei aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von Peta. „Zoophilie beziehungsweise Sodomie ist auch in der deutschen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Problem. Manchmal sind die den Vierbeinern zugefügten Verletzungen so schwer, dass diese von ihren Leiden erlöst werden müssen. Durch derartige Misshandlungen werden den Tieren jedoch nicht nur körperliche Schmerzen zugefügt, sondern sie leiden auch psychisch darunter.“

Seit der Änderung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 sind sexuelle Handlungen an Tieren verboten und können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Ist der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt, können Täter zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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