Ungleiche Schäden

Waldeck-Frankenberg. Der Winter war oder ist härter als  zuvor und noch nicht zu Ende. Mit niedrigen Temperaturen, viel Schnee und Eis hat er bereit

Waldeck-Frankenberg. Der Winter war oder ist härter als  zuvor und noch nicht zu Ende. Mit niedrigen Temperaturen, viel Schnee und Eis hat er bereits in den ersten Wochen die Winterdienste auf Trapp gehalten.

Mit dem unvorhergesehenen Tauwetter war nicht nur plötzlich die weiße Pracht verschwunden, es wurden auch massive Straßenschäden an allen klassifizierten Straßen sichtbar. Der deutsche Städte- und Gemeindebund rechnet bereits mit drei- bis viermal so hohen Reparaturkosten, als in früheren Jahren. Nach Auskunft des Landkreispressesprechers Dr. Hartmut Wecker gibt es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse über den Umfang und das Ausmaß der witterungsbedingten Straßenschäden im Kreis. Bislang gebe es vom beauftragen ASV Bad Arolsen noch keine Rückinformationen.

Hans Dieter Gasch (Mitarbeiter des ASV Bad Arolsen) berichtete, dass noch keine verwertbaren Ergebnisse von Straßenschäden des Landkreises vorliegen würden. Sie seien zwar abgefragt, müssten aber noch  statistisch aufbereitet werden. Im vergangenen Jahr stellte man einen Nachholbedarf von rund 16 Millionen Euro fest. Nur ein geringer Betrag davon wurde vom Kreis bewilligt.

Der Sanierungsbedarf nach diesem Winter wird eher höher ausfallen, als der im Vorjahr ermittelte, vermutet Gasch.

Akute Schäden an den rund 1.200 Kilometern betreuter Kreisstraßen mit unfallgefährdetem Charakter würden von den vier zuständigen Straßenmeistereien aber sofort behoben. Dafür stehen 600.000 Euro zur Verfügung. Notfalls seien auch Geschwindigkeitsbeschränkungen oder ganze Fahrbahnsperrungen nötig.Auch in den Städten und Gemeinden des Kreises beschäftigt man sich schon frühzeitig mit dem Thema "Winterschäden kommunaler Strassen und Wege".

Hartmut Linnekugel, Bürgermeister der Stadt Volkmarsen, geht jedoch davon aus, dass die veranschlagten 30.000 Euro für nötige Reparaturen ausreichen werden. Er sei sich da ziemlich sicher, denn vor drei Jahren habe man gründliche Sanierungsarbeit geleistet und das zahle sich jetzt erneut aus.

Auch habe man vor allen Dingen die Nebenstraßen nur geräumt und nicht mit Salz oder Lauge behandelt. Auch darin sieht der Bürgermeister einen Grund für die überwiegend intakten Straßenbeläge.

Karl-Helmut Tepel (Haupt- und Personalamt der Kreisstadt Korbach): "Es sind deutliche Schäden erkennbar. Im Haushaltsplan 2011 wurden gegenüber 2010 mehr Mittel für die Reparatur und Sanierung der Straßen eingeplant. Vorab werden Schadstellen, die eine Gefährdung darstellen, unverzüglich ausgebessert. Im Übrigen hängt die Art der Reparatur vom jeweiligen Schadensausmaß ab."

Wolfgang Danzeglocke (Pressesprecher der Stadt Frankenberg) betonte, dass es derzeit unseriös wäre, irgendwelche Zahlen zu nennen.Im Augenblick sei man damit beschäftigt akute Beschädigungen provisorisch zu beheben.Wie es mit dem Winter weiter gehe, dass könne jetzt noch keiner sagen. Insbesondere die zu erwartenden Frost-Tau-Wechsel gingen an die Substanz der Straßen. Da das Geld für umfassende Sanierungen fehle, würde man jedes Jahr die gleichen Löcher schließen müssen. Verkehrseinschränkungen infolge von Straßenschäden gäbe es im Verantwortungsbereich gegenwärtig, dank schneller Straßenausbesserungen, nicht.

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