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Hessen. Studenten im Alter von 20 bis 34 Jahren in Hessen leiden häufiger unter Depressionen und sind häufiger in psychotherapeutischer Behandlung als gleichaltrige Hochschüler im Bundesdurchschnitt. Das belegt der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK).

Die psychische Gesundheit der Studierenden ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich belastet. In Hessen liegt die Zahl der Hochschüler, die unter Depressionen leiden, um 5 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt. Am häufigsten leiden Studenten in Hamburg (+19 Prozent), Berlin (+17) und im Saarland (+15) an Depressionen.

Auch nehmen hessische Studierende häufiger als im Bundesdurchschnitt (+14 Prozent) einen Psychotherapeuten in Anspruch. Im bun-desweiten Vergleich benötigen Studenten lediglich in Sachsen (+30 Prozent), Berlin (+29) und Hamburg (+31) öfter eine Psychotherapie. Zum Vergleich: Junge Berufstätige im Alter zwischen 20 und 34 Jahren haben sogar einen um 19 Prozent höheren Bedarf an einer Psychotherapie.

Mit 2 Prozent übersteigen die Verordnungen von Antidepressiva in Hessen den Bundesdurchschnitt lediglich geringfügig. Diese verhältnismäßig niedrigen Verordnungsraten an Antidepressiva in Hessen dürften mit der guten Erreichbarkeit von Psychotherapeuten zusammenhängen. Im bundesweiten Vergleich liegt die Therapeutendichte in Hessen mit knapp 28 Psychotherapeuten je 10.000 Einwohner an vierter Stelle. Lediglich in Berlin (49), Bremen (46) und Hamburg (42) ist die Therapeutendichte noch größer.

Statistisch gesehen bekam jeder Studierende 2010 insgesamt 65 Tagesdosen Medikamente verordnet. Auffällig ist dabei, dass Psycho-pharmaka bei den Hochschülern über ein Fünftel aller verschriebenen Medikamente ausmachen. Nach Angaben der TK erhalten mittlerweile gut fünf Prozent der Studentinnen und knapp drei Prozent der Studenten Antidepressiva. In einem Hörsaal mit 400 Plätzen, der von beiden Geschlechtern gleichermaßen besucht wird, bekommen also 16 Hochschüler regelmäßig Antidepressiva, 44 Prozent mehr als im Jahr 2006.

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