Neubau in der Milchstraße: Molkerei will weiter in regionale „Galaxien“ vordringen

Die Firmengeschichte am Standort wird erfolgreich fortgeführt. Am 26. April 1898 war die Genossenschaft Upländer Gebirgsmolkerei gegründet, am 26. April 1996 folgte Upländer Bauernmolkerei GmbH und nun startet die Molkerei am 26. April 2020 in eine neue Zukunft.

Willingen - Die Erdarbeiten für den Neubau der Upländer Bauernmolkerei haben in der „Milchstraße 1“ begonnen. Auf Wunsch der Molkerei wird die dabei neu entstehende Straße diesen Namen bekommen. Rund 19,5 Millionen Euro investiert die Molkerei am Standort Usseln in das neue, hochmoderne Produktionsgebäude.

Eigentlich hätte der Baubeginn mit einem offiziellem Spatenstich gefeiert werden sollen. Durch die coronabedingte Kontaktsperre stellten sich Molkerei-Geschäftsführerin Karin Artzt-Steinbrink und der Vorsitzende der Milcherzeugergemeinschaft, Sven Lorenz zum Foto auf, das im Rahmen einer anschließenden Pressemitteilung zur Verfügung gestellt wurde.

Für Geschäftsführerin Karin Artzt-Steinbrink und den Vorsitzenden der Milcherzeugergemeinschaft, Sven Lorenz, macht die deutliche gestiegene Nachfrage den Neubau der Molkerei in Usseln zum erfolgsversprechenden Vorhaben.

„Mit dem Neubau für einen Teil der Produktion erhalten wir Möglichkeiten, unseren Kunden neue Produkte anzubieten. Im Neubau haben wir ganz neue Optionen, beispielsweise eine Abfüllung in Glasflaschen, die Nachfrage danach ist groß. Außerdem können wir weitere Milchlieferanten von unserer Warteliste aufnehmen. Am alten Standort in der Ortsmitte Usselns sind die Kapazitäten ausgereizt“, verdeutlicht Karin Artzt-Steinbrink.

„Wir helfen so, die Zukunft weiterer Bauernhöfe in unserer Region zu sichern. Der Biolandbau bietet so viele Vorteile für die Region, das Klima, die Artenvielfalt. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dies zu fördern. Außerdem wird so die Versorgung mit regionalen, hochwertigsten Lebensmitteln sichergestellt“, ergänzt Sven Lorenz.

In der Corona-Krise spürt die Molkerei den Wunsch der Kunden nach mehr Regionalität

Schon seit vielen Jahren erlebt die Upländer Bauernmolkerei eine positive Entwicklung auf dem Biomarkt. Lag im Jahr 1996 die Verarbeitungsmenge Jahr noch bei 1 Million Liter Biomilch pro Jahr, sind es heute 40 Millionen Liter.

Auch in der aktuellen Corona-Krise spürt die Molkerei den Wunsch der Kunden nach mehr Regionalität. „Wir haben in den vergangenen Wochen eine deutlich gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten. Das liegt einerseits am Mehrverbrauch Zuhause, andererseits am wachsenden Vertrauen der Kunden in die regionalen Produkte, ihre Erzeuger und regionale Wertschöpfungsketten – gerade bei Lebensmitteln“, erklärt die langjährige Geschäftsführerin.

Rubriklistenbild: © Foto: PM

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