Verfolgungsjagd ohne Führerschein

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Am vergangenen Mittwochvormittag haben Beamte in Hann. Münden einen 17-jährigen Schüler und einen 22 Jahre alten, arbeitslosen Mann vorläufig festgenommen. Unser Bild zeigt eine ähnliche Szene. Foto: jonasginter/fotolia

Frankenberg. Eine saftige Strafe hat ein Frankenberger erfahren, der sich erneut nicht an das Fahrverbot hielt.

Frankenberg. Polizeibeamte sind immer im Dienst, das musste ein 49-jähriger Mann aus Frankenberg jetzt vor dem Amtsgericht in Frankenberg zur Kenntnis nehmen. Er wurde von der Direktorin des Amtsgerichts Frankenberg, Andrea Hülshorst wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzlich Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro, 2.500 Euro Schadensersatz, Führerscheinsperre für 1 Jahr und 6 Monate sowie Einziehung seines PKW verurteilt.

Ein Polizeibeamter der Polizeistation Frankenberg war am Freitag, 4. Oktober, vergangenen Jahres in der Röddenauer Straße unterwegs, als er den 49- jährigen Mann aus einer Spielhalle kommen sah. Aus seiner dienstlichen Tätigkeit war dem Polizeibeamten bekannt, dass der 49-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Diese wurde dem Mann wegen einer Trunkenheitsfahrt im April 2013 entzogen. Dennoch setzte sich der Mann an das Steuer eines VW-Golfs und fuhr los.

Mit seinem Privat-PKW nahm der Polizeibeamte die Verfolgung auf und verständigte seine Kollegen der Polizeistation. Die Fahrt ging quer durch die Stadt bis zur Wohnanschrift des Mannes. Als der Mann aussteigen wollte und den zivilen Polizeibeamten erkannte, gab er Vollgas und flüchtete, der Polizeibeamte hinterher. In der Freilingstraße sprang der Mann aus seinem Auto und flüchtete zu Fuß.

Noch bevor die Beamten der Polizeistation eingetroffen waren, konnte der Flüchtige von dem Polizeibeamten in Zivil eingeholt und festgenommen werden. Dabei wehrte sich der Mann so vehement, dass er sich losreißen und erneut flüchten konnte. Mit Hilfe eines weiteren Polizeibeamten, der in der Nachbarschaft wohnt und auf das Geschehen aufmerksam geworden war, gelang es dann gemeinsam den Flüchtenden einzuholen und bis zum Eintreffen der Streife festzuhalten.

Bei der Festnahme verletzte sich der erste Polizeibeamte schwer an einer Hand. Er brach sich einen Finger und konnte 6 Wochen lang keinen Dienst versehen. Neben der Verurteilung kommen weitere Kosten auf den Frankenberger zu. Das Land Hessen wird Kosten wegen des Dienstausfalls und die Krankenkasse Behandlungskosten geltend machen. Da summieren sich schnell weitere Tausende Euro.

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