Vitos Haina baut neue Kliniken für Psychiatrie: Beachtlicher Fünf-Jahres-Plan vorgestellt

Vitos hat große Pläne: Weitreichende Projekte sind in den Startlöchern
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Luftaufnahme vom Standort in Haina.
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Grafik zum Campus.
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Klinikmanager Sören Asboe, der Leiter der Bauabteilung Joachim Kleinberg, Geschäftsführer Matthias Müller und der Ärztliche Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, PD. Dr. Florian Metzger.
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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf dem Campus.
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Geschäftsführer Matthias Müller

„Unsere Wurzeln liegen in Haina. Und wir sind uns unserer Verantwortung für den Standort und für die Menschen in unserer Region bewusst“, betont Geschäftsführer Matthias Müller.

Haina - Vitos Haina wird die seit 2014 geplante Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf dem Campus in Haina errichten. Parallel sind umfangreiche Modernisierungen und Neubauten für die Klinik für forensische Psychiatrie geplant. Geschäftsführer Matthias Müller stellte die Pläne vor, für die mindestens fünf Jahre für die Umsetzung vorgesehen sind. Zum Investitionsvolumen hält sich Vitos bedeckt. Von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag ist aber die Rede.

„Unsere Wurzeln liegen in Haina. Und wir sind uns unserer Verantwortung für den Standort und für die Menschen in unserer Region bewusst“, betont Müller. Die neue Klinik für Psychiatrie soll auf dem Campus in Haina errichtet werden. „Es ist uns wichtig, dass der neue Kliniktrakt intelligent in die Gebäudesubstanz unseres Mutterhauses integriert wird“, sagt Müller.

Derzeit wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet, der konkrete Umsetzungsvarianten zum Ergebnis haben soll. Die Zahl der Behandlungsplätze für intelligenzgeminderte Patienten soll erhöht werden. Neu ist die Psychosomatik mit 25 Planbetten. Zudem ist die grundlegende Sanierung von „Haus 2“ Bestandteil des Wettbewerbs.

Umfassende Veränderungen sind in der Klinik für forensische Psychiatrie Haina erforderlich. Eine verbesserte und zeitgemäßere Infrastruktur soll her. „Der derzeitige Baubestand mit Drei- oder sogar Vier-Bett-Zimmern entspricht nicht den heutigen Unterbringungsanforderungen. Wenig funktionale Stationsräume verhindern die optimale Gestaltung der Abläufe“, erklärt dazu die Ärztliche Direktorin Dr. Beate Eusterschulte. Neben der Modernisierung von Klinikbereichen sind deshalb auch Neubauten vorgesehen, um Raum für Ein-Bett-Zimmer zu schaffen. In mehreren Bauabschnitten sollen neue Trakte entstehen.

Für Haina ist zudem die Erweiterung der Büroflächen und eine Zusammenführung bei der forensisch-psychiatrischen Ambulanz geplant. Bei den begleitenden psychiatrische Dienste soll ein zusätzliches Appartementhaus entstehen. Das neue Gebäude umfasst sechs Ein-Zimmer-Wohnungen für Menschen mit erhöhtem Betreuungsaufwand.

Auch an anderen Standorten wird sich einiges ändern. Für die zwei Wohngruppen in Löhlbach und Haina („Haus an der Wohra“) ist ein Ersatzneubau in Gemünden geplant.

Inhaltliche Weiterentwicklungen sind am Standort Korbach geplant. Noch in diesem Jahr sollen hier psychisch kranke Menschen, die zur Behandlung eigentlich stationär in der Klinik aufgenommen würden, engmaschig im häuslichen Umfeld betreut werden. Vom Stützpunkt in der Kreisstadt Korbach aus fahren die Mitarbeiter zu den Patienten im Nordkreis: zunächst in der Region Korbach/Twistetal/Bad Arolsen.

Zeitnah soll der Bau einer gerontopsychiatrischen Tagesklinik mit angeschlossener psychiatrischer Ambulanz in Bad Wildungen beginnen. Die Tagesklinik wird auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau an der Königsquelle entstehen. Sie soll die Versorgungslücken zwischen ambulanter und vollstationärer Behandlung älterer Menschen schließen.

Eine dritte Tagesklinik mit angeschlossener Ambulanz soll in Frankenberg errichtet werden. Aktuell wird dort noch ein geeigneter Standort gesucht.

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