Volle Auftragsbücher und viele Auszubildende lassen die Bau-Innung  jubeln

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Jörg Scheffer (neuer stv. Obermeister), Ulrich Mütze (Obermeister), Andreas Lieberknecht (GF Bauverband, Kassel) und Gerhard Brühl (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft) freuen sich über die tolle Wirtschaftslage.

Die heimische Bau-Innung blickt optimistisch in die Zukunft: Volle Auftragsbücher, viele Auszubildende und der milde Winter lassen die Branche jubeln.

Waldeck-Frankenberg. Dank gestiegener Ausbildungszahlen blickt die heimische Bau-Innung auf die Fachkräftesicherung optimistisch in die Zukunft. Projekte der Kreishandwerkerschaft wie die Qualifizierung von geflüchteten Menschen und die Ausbildung von spanischen Jugendlichen haben den Lehrbauhof Waldeck-Frankenberg in die Top-5 der hessischen Lehrbaustellen katapultiert, was die Lehrlingszahlen betrifft.

Dies sichert auch die Berufsschulstandorte Korbach und Frankenberg, wie Obermeister Ulrich Mütze in seinem Jahresbericht feststellen konnte. Dies passt zur konjunkturellen Lage im Bauhandwerk. Während im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau die positive Stimmung auf hohem Niveau anhalte, zeigt sich im Straßen- und Tiefbau eine deutlich verbesserte Beurteilung, teilt die Innung mit.

Sehr gut ist die Auftragslage wegen der Investitionen des Bundes und der Kommunen und der milden Witterung. Der wärmste März seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen sorgt für einen Anstieg der Umsätze im Bauhauptgewerbe um 7,4 Prozent im Januar gegenüber Januar 2016. Die Auftragsbestände im Tiefbau haben sich von 2,5 Monaten auf 2,7 Monate erhöht. Zum Vorjahreszeitpunkt waren dies gerade 2 Monate. Im Hochbau werden mit 3,5 Monaten die Vorjahreswerte gut gehalten. Die Erwartungen für die nächsten Monate bleiben bei steigenden Investitionen weiter hoch

In Korbach plant die Innung selbst die Sanierung der älteren Teile der Schulungsgebäude und investiert in diesem Jahr mit Hilfe von Land und Bund über 140.000 Euro in deren technische Ausstattung, wozu auch GPS-fähige Vermessungsgeräte gehören. Um den Lehrlingstrend weiter zu verstärken plant, sollen gute Auszubildende am Lehrbauhof als Bonus ein Fahrzeug von der Innung zur Verfügung gestellt bekommen. Sorgen bereitet den Bauunternehmen das Thema Entsorgung. Zum einen sei die Verunsicherung groß, wie am Beispiel Styropor, und zum anderen drehesich die Kostenspirale bei der Entsorgung wegen des vermeintlich belasteten Bodenmaterials permanent nach oben.

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