Vorranggebiete für Windenergie: Bürger können sich online zum Entwurf äußern

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Windenergie. Foto: Archiv

Region. Im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nord- und Osthessen ist heute erstmals der Entwurf des Teilregionalplans Windenergie d

Region. Im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nord- und Osthessen ist heute erstmals der Entwurf des Teilregionalplans Windenergie diskutiert worden. Die Vorgabe der Landesregierung beim Windenergiekonzept mit den vorgesehenen Vorranggebieten zwei Prozent der Fläche des Regierungsbezirks Nord- und Osthessen zu erreichen, ist gelungen. "Insgesamt kommen wir auf die zwei Prozent, aber nicht in jedem Landkreis", sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

In der Planungsregion wurden nach den fachlichen und rechtlichen Ausschlusskriterien 46.000 Hektar errechnet. Einzelprüfungen vom Naturschutz, vom Forstbereich und der Umweltabteilung im Regierungspräsidium haben stattgefunden. Für den Entwurf des neuen Teilregionalplans Windenergie schlägt die Regionalplanung beim RP jetzt rund 16.660 Hektar vor, das sind 2 Prozent von Nord- und Osthessen.

Hinzu kommen die Vorranggebiete für Windenergie aus dem Regionalplan 2009, soweit sie umgesetzt sind oder den neuen Planungskriterien entsprechen. Das ergibt weitere rund 1.800 Hektar.

In der Sitzung des Haupt- und Planungsausschusses wurde angeregt, die Mindestgröße der neuen Vorranggebiete von 20 auf 15 Hektar herabzusetzen, um so in einigen Orten, die jetzt ausgeschlossen sind, die Windkraftentwicklung zu ermöglichen. Das Regierungspräsidium sagt zu, dies zu prüfen. An der Mindestwindgeschwindigkeit von 5,75 Meter pro Sekunde in 140 Metern Höhe soll festgehalten werden.

Der Haupt- und Planungsausschuss wird am 20. Dezember in einer weiteren Sitzung den Entwurf beraten und damit die Entscheidung der Regionalversammlung vorbereiten, die am 28. Januar 2013 darüber abstimmen wird, ob der Entwurf anschließend in die Offenlegung gehen kann.

Das Regierungspräsidium wird diese Offenlegung erstmals per Internet durchführen – voraussichtlich im März und April nächsten Jahres. Dann können Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Institutionen Ihre Anregungen und Einwendungen zu dem Entwurf formulieren. Diese Einwendungen werden wiederum beraten und einen geänderten Entwurf ergeben, der dann im Spätsommer erneut für einen Monat offengelegt wird. Im Herbst soll die Regionalversammlung den neuen Teil-Regionalplan (Wind und Erneuerbare Energien) beschließen, der dann der Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt wird.

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