Wahlforum in Korbach: Die Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 stellen sich vor

Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 Wahlkreis Waldeck
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Im Korbacher Bürgerhaus haben sich die Kandidaten im Wahlkreis Waldeck zur Bundestagswahl 2017 aktuellen Themen und Fragen gestellt.
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„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ ist der politische Kernsatz/das Motto von Thomas Viesehon/CDU (44) aus Volkmarsen, verheiratet, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages.
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„Kleine Schritte sind besser als keine Schritte“ ist der politische Kernsatz/das Motto von Esther Dilcher/SPD (51) aus Hofgeismar, verheiratet, Fachanwältin für Familienrecht.
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„konsequent.sozial.ökologisch.“ ist der politische Kernsatz/ das Motto von Regina Preysing/Die Linke (51) aus Bad Wildungen, verheiratet, Software-Ingenieurin und Heilpraktikerin
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„Zwischen Wirtschaft und Umwelt gehört kein oder“ ist der politische Kernsatz/ das Motto von Jürgen Frömmrich/ Bündnis 90/Die Grünen (57) aus Frankenberg, verheiratet, Landtagsabgeordneter
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„Mit moderner Bildung fängt die Zukunft an“ ist der politische Kernsatz/ das Motto von Jochen Rube/FDP (33) aus Korbach, ledig, Lehrer
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„Verstand statt Ideologie“ ist der politische Kernsatz/ das Motto von Jan Nolte/AfD (28) aus Frankenberg, verlobt, Soldat

Im Korbacher Bürgerhaus haben sich die Kandidaten im Wahlkreis Waldeck zur Bundestagswahl aktuellen Themen und Fragen gestellt.

Korbach. Die Wirtschaftsjunioren Waldeck-Frankenberg organisierten das Wahlforum, um der Bevölkerung zu ermöglichen, sie eine umfassende Meinung für die bevorstehende Wahl am 24. September 2017 zu bilden.

Moderator Hans Peter Osterhold führte durch den Abend und leitete die Diskussion zwischen Esther Dilcher (SPD), Jürgen Frömmrich (Bündnis 90/ Die Grünen), Jan Nolte (AfD), Regina Preysing (Die Linke), Jochen Rube (FDP) und MdB Thomas Viesehon sowie dem Publikum. Letzteres hatte Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen.

Thematisch konzentrierte sich der Abend auf die Wirtschaftslage, Sicherheitspolitik, Rüstungsexporte, Natoausgaben, die Energiewende und was die Kandidaten für den hiesigen Wahlkreis in Berlin leisten wollen. Geschätzte 60 Zuhörer folgten den Aussagen aufmerksam und fühlten den Kandidaten mit ihren Fragen auf den Zahn.

Hier lesen Sie sinngemäß, welche Position welcher Kandidat zum jeweiligen Thema einnimmt in der Reihenfolge, wie die Statements am Abend des Wahlforums:

Aktuelle Wirtschaftslage 

Thomas Viesehon (CDU): Geht es nach dem Bundestagsabgeordneten, wird es ein „Weiter so“ mit der CDU natürlich geben, besonders im Hinblick auf die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland. „Die Arbeitslosenzahlen haben sich halbiert. Wir wollen weiterhin in die Infrastruktur investieren und die Wirtschaft stärken.“ Viele Beispiele aus der Vergangenheit dienen ihm dabei als Beleg.

Esther Dilcher (SPD): „Uns geht es gut, volkswirtschaftlich betrachtet. Doch der Wohlstand kommt nicht bei allen an. Das muss verändert werden. Wohlstand muss besser verteilt werden. Die SPD Abgeordnete visiert Verbesserungen für Arbeitnehmer und Rentner an.

Regina Preysing (Die Linke): „Wir haben wenige Arbeitslose. Allerdings arbeiten viele Menschen in Teilzeit und nur für ein Viertel des Geldes. Das geht auf Kosten der Lebensqualität.“ Letztlich fehlt es dann bei  der Rente. Keine Einkommen bedeute kein Auskommen. Darum solle man sich nicht von der guten Wirtschaftslage täuschen lassen.

Jürgen Frömmrich (Bündnis 90/ Die Grünen): „Es wird viel darüber geredet, was schlecht läuft.“ Dabei sollte zuerst über das geredet werden, was gut läuft. Für den Landtagsabgeordneten, gibt es zahlreiche Beispiele, was in den vergangenen Jahren Deutschland voran gebracht hat: Wirtschaftlicher Aufschwung, die Energiewende, Ausbau der Infrastruktur, etc. Dies gelte es weiter zu entwickeln.

Jochen Rube (FDP): „Die beste Sozialpolitik ist den wirtschaftlichen Fortschritt der Unternehmen zu fördern. In der Tagespolitik wird indes zu viel rumgerührt und am Ende die Konsenssoße darüber geschüttet.“ Das bremse das Land und verhindere weiteren Aufschwung.

Jan Nolte (AfD): „In Bildung muss investiert werden.“ Er zitierte die TIMSS-Studie (Anm. der Redation: „Trends in International Mathematics and Science Study: Sie testet die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Viertklässlern alle vier Jahre), die ein Abrutschen Deutschlands ins Mittelmaß belege. Für den Kreistagsabgeordneten sind Innovationen die Grundlage für eine gute Wirtschaft. Er ist gegen die Migration in den heimischen Arbeitsmarkt und sieht die Zukunft der EU nur als reines Wirtschaftsbündnis.

Frage aus dem Publikum: Warum entsteht der Eindruck, das bei den Grünen die „Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung“ ein Widerspruch ist, wenn letztlich der BUND und Grüne Projekte blockieren, wie im Straßenbau? Darauf antwortete Jürgen Frömmrich (Bündnis 90/ Die Grünen): „Wir haben ein umfassendes Planungsrecht was es nicht immer einfach macht.“ Das betreffe auch nicht die Grünen allein. „Denn wir regieren nicht seit 20 Jahren. Bei Erdogan bauen Sie schneller.“ Die Bürgerbeteilung sei aufwendig und notwendig. Das gehöre zum Demokratieverständnis. Letztlich gebe es aber ein geregeltes Verfahren, das schließlich auch zielführend sei.

Lesen Sie am Sonntag, 3. September 2017, unter folgendem Link, was die Kandidaten sagen zu: „Muss die Politik die Wirtschaft steuern oder steuert die Wirtschaft längst die Politik?“

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