Warnung vor extremer Hitzebelastung vier Tage in Folge

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden am Mittwoch, 26. Juni 2019, in Hessen am vierten Tag in Folge gefühlte Temperaturen über 32 °C erwartet. Damit wird die Hitzewarnstufe 2 nach dem Hessischen Hitzewarnsystem erreicht.

Waldeck-Frankenberg.  Auch in den nächsten Tagen soll es sehr heiß bleiben. Vor extremer Hitzebelastung wird daher gewarnt. Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind in praller Sonne und bei hoher Hitze gefährdet.

Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose appelliert daher heute an die Bürger, ihr Verhalten an diese Situation anzupassen: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften.“

Das Schattieren der Wohnung durch Rollläden und Markisen (außen) verhindere direkte Sonneneinstrahlung, die die Wohnräume erwärmt. Zusätzlich könne das Aufhängen feuchter Tücher Verdunstungskälte erzeugen und so zum Kühlen der Wohnung beitragen.

Darüber hinaus sollten vor allem leichte Speisen verzehrt und es sollte viel getrunken werden. Alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke seien dabei nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet, geachtet werden müsse überdies auf einen Ausgleich des durch Schwitzen bedingten Salzverlustes.

Hier lesen Sie: Zehn goldene Regeln von Notfallmedizinern für gefühlte 38 Grad Sommerhitze

Das Hessische Hitzewarnsystem besteht aus zwei Warnstufen. Stufe 1 warnt vor einer starken Wärmebelastung und wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32° C erreicht. Eine extreme Wärmebelastung (Warnstufe 2) liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38° C übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen andauert. Neu seit 2017 ist, dass ältere und pflegebedürftige Menschen vom Deutschen Wetterdienst ergänzend und gezielt angesprochen werden, wenn die gefühlte Temperatur 36° C übersteigt. Für diese Menschen stellt die Hitze bereits oberhalb dieses Schwellenwerts eine extreme Belastung dar. Der Deutsche Wetterdienst weist zudem darauf hin, dass in Stadtgebieten aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung eine zusätzliche Wärmebelastung auftreten kann.

Minister Klose betont, dass über die hessischen Pflegeaufsichtsbehörden die Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen dazu aufgerufen sind, verstärkt für den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen zu sorgen. „Wichtig ist, dass die älteren, pflegebedürftigen Menschen vor allem ausreichend trinken.“

In Hessen lebt allerdings nur jeder vierte pflegebedürftige Mensch in einem Heim. Klose appelliert daher auch an Pflegedienste und pflegende Angehörige, bei der häuslichen Pflege auf die anhaltend hohen Temperaturen zu reagieren. Zur Unterstützung dieser Pflegebedürftigen, aber auch grundsätzlich zur Aufmerksamkeit gegenüber den besonders gefährdeten älteren Menschen mit Herzkreislauf- oder Atemwegserkrankungen seien Angehörige, Nachbarn sowie die betreuenden Ärzte aufgerufen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Seeger/dpa

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