Wasser für den Edersee sparen: Neue Berechnung für vier Wochen im Juli angestrebt

Neue Berechnung für eine verminderte Wasserabgabe an vier Wochen im Juli sind angestrebt.
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Neue Berechnung für eine verminderte Wasserabgabe an vier Wochen im Juli sind angestrebt.

„Noch nie war der Edersee im Januar so leer wie in diesem Jahr“, sind die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz beide CDU) besorgt.

Edersee. „Noch nie war der Edersee im Januar so leer wie in diesem Jahr“, sind die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz beide CDU) besorgt.

„Der Edersee muss unbedingt Ende April mit vollem See in die Sommersaison starten. Bereits die letzten drei trockenen Jahre haben zu einer deutlichen Verkürzung der Saison geführt.“

Deshalb wollen die Politiker den Vorschlag des Regionalverbandes Eder Diemel vorantreiben. Dieser sieht vor, „die Wasserabgabe in der Hochsaison für vier Wochen zu reduzieren, um die Saison am Edersee über die Sommerferien sicherzustellen. Zudem würde der Fährbetrieb auf der Oberweser sichergestellt. Die Kiestransporte hätten Einschränkungen im Juli, dafür die Saisonverlängerung im September. Der Wasserstand in Bad Karlshafen könnte im gesamten Sommer sichergestellt werden. Es gäbe lediglich Einschränkungen für das Ausflugsschiff Hann. Münden Richtung Kassel.“

Bei einer Videokonferenz mit dem Präsidenten der „Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt“, Professor Dr. Hans-Heinrich Witte, sowie dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Hann. Münden, Henning Buchholz, und dem Kasseler Regierungspräsident, Hermann-Josef Klüber, bekamen sie die Zusage, dass das Konzept des Regionalverbands geprüft werde. Eine dazugehörige Modellberechnung soll noch in diesem Frühjahr vorgelegt werden. Mittlerweile gibt es auch den FDP-Vorschlag vom Bundestagskollegen Mathias Nölke, der eine Staustufe an der Oberweser bauen will.

„Dieser Vorschlag ist Zweifels ohne prüfenswert. Die Idee ist im Übrigen nicht neu, sondern ist beispielsweise an der Fulda bereits seit langem realisiert. In der jetzigen Situation ist der Vorschlag allerdings nicht zielführend. Wer die Umsetzungsdauer von Infrastrukturvorhaben in dieser Größenordnung mit erheblichen Eingriffen in die Natur kennt, weiß genau, dass eine solche Lösung mindestens 10 bis 15 Jahre bis zur Umsetzung bräuchte. Solange können wir keinesfalls warten“, betonen Ravensburg und Schwarz.

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