Wasserkraftwerk soll bei Frankenberg bald eine Million Kilowattstunden Strom aus der Eder holen

Wasserkraftanlage Frankenberg Viermünden
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Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß mit Stephan Rettenmaier und Bauleiter Hans-Werner Adamski (v.l.), die aus der Eder eine Million Kilowattstunden Strom herausholen wollen.

Strom aus der Eder: Im Frankenberger Stadtteil Viermünd entsteht ab August ein Wasserkraftwerk, das demnächst eine Million Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen soll. 

Frankenberg - 2017 initiierte und plante Hans-Werner Adamski aus Hamm ein Wasserkraftwerk für den Frankenberger Stadtteil Viermünden. Jetzt sind alle nötigen Grundstückskäufe getätigt.

Ab Mitte August soll am dortigen Ederwehr das Wasserkraftwerk entstehen. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß hat sich bei einem Ortstermin ein Bild von dem Vorhaben gemacht. „Das ist ein spannendes und ökologisch sinnvolles Projekt, das die Stadt im Vorfeld gerne mit den nötigen Grundstücksverkäufen unterstützt hat.“

Rund eine Million Kilowattstunden Strom soll die Anlage nach Fertigstellung jedes Jahr erzeugen und möglichst in das lokale Netz einspeisen. Etwa 300 Haushalte könnten damit versorgt werden und rund 730 Tonnen Kohlendioxid würden damit künftig eingespart.

Draufsicht zur geplanten Wasserkraftanlage bei Viermünden.

Das Kraftwerk leistet auch einen Beitrag zur Netzstabilität, dank der konstanten Energiegewinnung. Außerdem hat die Anlage eine hochwasserregulierende Funktion und es verfügt über eine Fischauf- und Abstiegsanlage. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 soll der Betrieb aufgenommen werden.

Der Investor und späterer Betreiber der Anlage ist die Familie Rettenmaier aus Pattensen-Calenberg. Geschäftsführer Stephan Rettenmaier ist von der Wirtschaftlichkeit und dem Erfolg des Projekts überzeugt.

Längssicht zur geplanten Wasserkraftanlage bei Viermünden.

Die Familie betreibt bereits mehrere Wasserkraftanlagen, obwohl das Kerngeschäft des Unternehmens ein anderes ist. Mit international mehr als 3.500 Mitarbeitern hat sich „J. Rettenmaier & Söhne“ (JRS) der Entwicklung, Verarbeitung und Optimierung pflanzlicher Faserstoffe verschrieben.

Für Frankenberg bedeutet die Investition auch die Ertüchtigung des Wehres und die in Viermünden angesiedelte Fischzucht kann weiterhin mit Wasser versorgt und weiter betrieben werden.

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