Der Wasserstand am Edersee: Experten sehen wenig Spielraum für Tourismus

Szene von der Ederseekonferenz zum Wasserstand in Edertal-Affoldern am 10. April 2018.
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Szene von der Ederseekonferenz zum Wasserstand in Edertal-Affoldern am 10. April 2018.
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Das Wasser stand am Dienstagabend zwei Handbreit unter der Vollstaumarke am Edersee. Jiri Cemus, Ingenieur vom WSA, weiß aktuell nicht wohin mit dem Wasser. Nach heutigem Stand könnte es eine gute Saison für alle werden.
Szene von der Ederseekonferenz zum Wasserstand in Edertal-Affoldern am 10. April 2018.
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Szene von der Ederseekonferenz zum Wasserstand in Edertal-Affoldern am 10. April 2018.

Die aktuelle Ederseekonferenz bringt noch keinen Gewinn für den heimischen Tourismus.

Edertal -  „Es gibt nicht den Königsweg, nur einen Interessensausgleich“, versucht der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke die Erwartungen schon zu Beginn der „Ederseekonferenz“ zu dämpfen.

Rund 150 Gäste sind in die Festhalle nach Edertal-Affoldern gekommen. Sie hören den Experten vom Regierungspräsidium und dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aus Hannoversch Münden aufmerksam zu, in der Hoffnung Neues zu erfahren.

Neu ist, dass einige Kläranlagen entlang der Eder und an den Zubringergewässern nicht mehr den Anforderungen entsprechen und zügig erneuert werden müssen. Zuviel Phospor, Ammonium und schlimmstenfalls daraus resultierendes Amoniak kann sich bilden und das Wasser „versauern“ und vergiften. Das sei auch ein Grund, um Wasser aus dem Edersee abzulassen. Konzentrationen werden dann verdünnt und Stehgewässer wie der Affolderner See werden vor PH-Problemwerten geschützt. Die Eder ist ansonsten ein Gewässer mit guter Qualität, wie Kontrollen belegen.

Nicht neu ist, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aus Hannoversch Münden (WSA) nach Betriebsvorschrift arbeitet und die sieht drei Prioritäten vor: an erster Stelle steht die Schifffahrt auf der Wasserstraße, gefolgt vom unersetzbaren Hochwasserschutz für Nordhessen und der Energiegewinnung durch Wasserkraftwerke.

Tourismus spielt bei der Wassersteuerung aus dem Edersee keine Rolle. Einzig der Kompromiss aus dem Jahr 2011: die Mindestabgabe herabzusenken und immer nach Einsparpotenzialen zu suchen, wird seit 2014 umgesetzt. „Dies ist aber noch in der Probephase und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir verlässliche Daten haben“, schränkt die Leiterin des WSA Katrin Urbitsch ein. Solange wird es keine Änderungen geben.

Die Schifffahrtsexperten halten auch eine weitere Pegelabsenkung an der Weser für unmöglich. Schwertransporte, werden so gut es geht, auf die Wintermonate verlegt. Doch die zunehmende Zahl der Kiestransporte und der wesentliche Anteil an Sport- und Freizeitschiffen braucht den bisher nötigen Pegelstand auf der Weser. Es wird die Beladung auf den Frachtschiffen bereits nach dem Pegel angepasst. Auch sind immer noch Schiffe mit besonders niedrigem Tiefgang im Gespräch. Doch letztlich gibt es bis auf Weiteres keine Änderungen, die mehr Wasser im Edersee garantieren können.

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