Wegen des Coronavirus werden zentrale Untersuchungsstellen eingerichtet

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Wegen des Coronavirus werden ab nächste Woche in Hessen flächendeckend zentrale Untersuchungsstellen eingerichtet, Hausarztpraxen entlastet

Hessen - Am 6. März 2020, 14.33 Uhr, sind für Deutschland auf einer internationalen Skala 577 bestätigte Coronavirusfälleregistriert. Davon 17 in Hessen.

Es wurden, Stand 6. März 2020, 14:00 Uhr, in Hessen insgesamt 17 SARS-CoV-2-Fälle bestätigt. In Zusammenhang mit dem Cluster in Heinsberg stehen: zwei Personen im Landkreis Gießen, eine Person im Landkreis Bergstraße. Eine Person im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die häuslich alles häuslich isoliert sind, teilweise samt ihren Familien.

In Verbindung mit einem Aufenthalt in Bergamo/Italien stehen: zwei Fälle im Lahn-Dill-Kreis, zwei Fälle in Frankfurt, eine Person im Hochtaunuskreis, eine Person im Landkreis Groß-Gerau, die entweder medizinisch versorgt werden oder ebenfalls häuslich isoliert sind. In Zusammenhang mit dem Indexfall in Innsbruck, der in Norditalien infiziert wurde, steht eine Person in Frankfurt, die stationär behandelt wird. In Verbindung mit einer Italienreise (Mailand) steht eine Person in Frankfurt, die sich in häuslicher Isolation befindet. Eine Person im Main-Kinzig-Kreis, eine im Rheingau-Taunus-Kreis, eine im Vogelsbergkreis sowie eine weitere Infektion im Landkreis Gießen und im Hochtaunuskreis bekannt. Auch diese Personen sind derzeit häuslich isoliert.

Zentrale Untersuchungsstellen werden eingerichtet

In Hessen werden beginnend ab kommendem Montag, dem 9. März, und flächendeckend ab Dienstag, dem 10. März, an ausgewählten Standorten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes zentrale Untersuchungsstellen eingerichtet, um für den Fall, dass eine Ärztin bzw. ein Arzt einen solchen Test für geboten hält, gebündelt Tests auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 durchzuführen.

So werden die Hausarztpraxen entlastet und es kann mit den derzeit begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen sparsamer umgegangen werden. „Es ist wichtig, dass wir die Arztpraxen so weit wie möglich von Tests entlasten. Deshalb werden wir mit den Partnern der hessischen Gesundheitsversorgung Testzentren in ÄBD-Zentralen in Hessen einrichten. Diese sollen für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen, die nach vorheriger und strenger Indikation gemäß Robert Koch-Institut (RKI) getestet werden sollen. Dafür ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit den Gesundheitsämtern oder über unsere Rufnummer, der 116 117, erforderlich. Massentests ohne Indikation sind medizinisch nicht sinnvoll und die Zentren dafür auch nicht ausgerichtet“, erklären Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH).

Voraussetzung für eine Testung ist nach den Kriterien des RKI eine akute Erkrankung der Atemwege und ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Person oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet. Solche Personen werden durch ihren Hausarzt bzw. Hausärztin, das zuständige Gesundheitsamt oder nach einer Ersteinschätzung durch die zentrale Rufnummer 116 117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes den Untersuchungsstellen zugewiesen.

Als Standorte stellt die KVH ausgewählte Zentralen ihres Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und medizinisch geschultes Fachpersonal zur Verfügung. Diese von der KVH bestimmten zentralen Stellen werden zu festgelegten Uhrzeiten geöffnet.

Alle Patienten, die durch einen Arzt/eine Ärztin entsprechend der Kriterien des RKI als Verdachtsfälle eingestuft werden, werden in den neuen Untersuchungsstellen abgestrichen. Die Proben werden auf SARS-CoV-2 untersucht. Diese Verdachtsfälle werden gemäß Infektionsschutzgesetz dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Den getesteten Personen wird bei ihrem Besuch in der Untersuchungsstelle mitgeteilt, wie sie sich entsprechend der Kriterien des RKI weiter verhalten sollen.

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