Weltmeisterliches Training: Betriebssport mit Olympionikin Christina Obergföll in Korbach

Szenen vom Gesundheitstag mit der ehemaligen Speerwerferin und Weltmeisterin Christina Obergföll in Korbach.
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Szenen vom Gesundheitstag mit der ehemaligen Speerwerferin und Weltmeisterin Christina Obergföll in Korbach.

Die ehemalige Speerwerferin gab rund 40 Teilnehmern Gesundheits-Tipps für den Arbeitsalltag, berichtete aus ihrer Aktiven-Zeit und gab anschließend auf der Hauer ordentlich Gas.

Korbach - „43.000 Schritte (30 km) haben Menschen in der Steinzeit durchschnittlich pro Tag zurückgelegt. Das sieht heute ganz anders aus. Manche von uns haben Probleme, überhaupt 1.000 Schritte täglich zu erreichen. Der Büroangestellte erreicht durchschnittlich 700 Schritte am Tag“, so die ehemalige deutsche Speerwerferin Christina Obergföll. Im Jahr 2013 krönte sie ihre erfolgreiche Karriere mit dem Weltmeistertitel. Jetzt ist sie als sportliche Botschafterin in Sachen betriebliches Gesundheitsmanagement unterwegs und war auf Einladung der Barmer Krankenkasse zu Gast in Korbach.

Rund 40 Beschäftigte der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), des Amts für Bodenmanagement und des Finanzamts hatten sich zu diesem Termin angemeldet. Los ging es mit einem Impulsvortrag der Sportlerin. Sehr offen gab sie Einblick in ihre Karriere. Motivation ist nicht nur für Berufssportler und -sportlerinnen eine wichtige Lebenszutat. Auch jeder Beschäftigte müsse sich ständig zu Höchstleistungen zu motivieren.

Dazu brauche es eine gute Einstellung und vor allem einen gesunden Lebensstil. „Sitzen ist das neue Rauchen“, warnte die Sportlerin und empfahl viel Bewegung in den Alltag einzubauen. „Die effektivste Methode fit zu bleiben: Spaziergänge, nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl, steigen Sie eine Bushaltestelle früher aus und lassen Sie das Auto mal in der Garage stehen.“

Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren auch beim aktiven Teil des Tages mit dabei. Im Korbacher Hauerstadion erlebten sie eine professionelle Trainingseinheit mit der Leistungssportlerin. „Es war ein unvergesslicher Tag. Wann kann man schon einmal mit einer Weltmeisterin trainieren? Und trotz oder wahrscheinlich aufgrund der Professionalität sind alle Übungen und Trainingseinheiten absolut alltagstauglich“, so das Resümee einer Teilnehmerin.

„Über 19 Tage waren die Beschäftigten im Landkreis Waldeck-Frankenberg im letzten Jahr durchschnittlich arbeitsunfähig“, sagt Andreas Bethke, Regionalgeschäftsführer der Barmer und verweist auf aktuelle Auswertungen seiner Kasse. Besonders Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, vor allem Rückenschmerzen, sind die Ursache für einen Großteil der Krankschreibungen. Inzwischen ist bekannt, dass die häufigste Ursache für Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und Gelenkprobleme eine körperliche Unterforderung ist.

Viel Sitzen und mangelnde Bewegung steigern zudem langfristig das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes. „Diese Statistik liefert einen guten Grund, mehr Bewegungsprogramme in den betrieblichen Alltag zu integrieren“, meint Bethke. „Denn ein bewegtes Arbeitsleben verringert gesundheitliche Beschwerden, steigert die Arbeitsproduktivität und sorgt ganz nebenbei für ein besseres Betriebsklima.“

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