Weniger Arbeit: Agentur bietet mehr Weiterbildungen an

Waldeck-Frankenberg/Hessen. Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im April kaum zurückgegangen. Insgesamt waren 190.318 Frauen und Männer arbeitslos.

Waldeck-Frankenberg/Hessen. Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im April kaum zurückgegangen. Insgesamt waren 190.318 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 0,2 Prozent (321) weniger als im März, aber 5,0 Prozent (9.068) mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,1 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahresmonat.

Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen kommentiert Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen: "Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt lässt weiter nach. Die erwartete Frühjahrsbelebung blieb auch in diesem Monat zum zweiten Mal in Folge aus. Die verminderte Risikobereitschaft der Betriebe zeigt sich weiterhin im Rückgang der gemeldeten Stellen und lässt nicht darauf hoffen, dass in den nächsten Monaten ein deutlicher Aufwärtstrend zu erwarten ist." Die Bundesagentur für Arbeit reagiert auf diese Situation mit verstärkten Weiterbildungsaktivitäten. "Wir investieren mehrheitlich in Qualifizierungsmaßnahmen in Bereichen in denen ein Fachkräftebedarf besteht. Aktuell befinden sich in Hessen rund 8.000 Menschen in beruflichen Weiterbildungen".

In Waldeck-Frankenberg sank die Arbeitslosenquote im April auf 5,4 Prozent, während sie im März noch 5,5 Prozent und im April 2012 5,2 Prozent betrug. Im Berichtsmonat waren demnach im Agenturbezirk 9938 Personen arbeitslos registriert. Das sind 164 weniger (minus 1,6 Prozent) als vor einem Monat, aber 682 mehr (plus 7,4 Prozent) als vor einem Jahr.

Damit setzt sich der Trend fort, dass die aktuelle Arbeitslosigkeit in fast allen Personengruppen im Vergleich zum Vorjahr höher ist.  Das Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten ist im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr gesunken.

"Eine leichte Frühjahrsbelebung ist zwar aktuell auf dem Arbeitsmarkt festzustellen, kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosigkeit teils erheblich anstieg", bilanziert Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. "Das war bereits in den vergangenen Berichtsmonaten zu beobachten und ist somit auch keine Überraschung, aber in jedem Fall eine Aufforderung zu noch mehr Flexibilität und Motivation aller Beteiligten", appelliert der Agenturchef. Arbeitgeber müssten öfter als bisher Einstiegsqualifikationen erwägen, um Stellen- und Bewerberprofil passend zu machen. Arbeitsuchende müssten beispielsweise bereit sein, auch eine längere Anfahrt zur Arbeitsstelle in Kauf zu nehmen.

Landkreis Waldeck-Frankenberg

4589 Personen waren im April im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 48 weniger als im Vormonat und 177 mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Minus von 1,0 Prozent bzw. einem Plus von 4,0 Prozent. Die aktuelle Quote ist 5,4 Prozent, während sie im März 5,5 Prozent und im April 2012 5,2 Prozent betrug.

Korbach mit Bad Wildungen

2284 Menschen ohne Arbeit waren im April in Korbach und Bad Wildungen registriert. Das sind genau so viel wie im März und 160 mehr (plus 7,5 Prozent) als im April 2012. Die aktuelle Quote beträgt 5,8 Prozent, während sie im Vormonat ebenfalls 5,8 Prozent und im Vorjahresmonat 5,4 Prozent gewesen war.

Geschäftsstelle Frankenberg

1336 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Abgang von 22 Personen (minus 1,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat und einem Plus von 19 Personen (plus 1,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. 4,7 Prozent lautet die Quote im April, 4,8 Prozent waren es im März und 4,7 Prozent im April 2012 gewesen.

Geschäftsstelle Bad Arolsen

969 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zum März sind das 26 weniger (minus 2,6 Prozent), im Vergleich zu April 2012 sind es 2 weniger (minus 0,2 Prozent). Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt hier 5,7 Prozent, ein Minus gegenüber 5,9 Prozent im Vormonat und gleichbleibend gegenüber 5,7 Prozent im Vorjahresmonat.

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