Weniger Arbeitslose in 2014

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Die Arbeitslosenquote ist von 5,2 auf 5,1 Prozent gesunken, Ältere und Ausländer konnten davon jedoch nicht profitieren.

Waldeck-Frankenberg. In der Jahresbilanz verbucht der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. So waren 2014 im Schnitt 9.190 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet, während es 2013 noch 9.415 Personen waren. Das entspricht einem Minus von 225 Personen oder 2,4 Prozent. Auch die Arbeitslosenquote sank von 5,2 auf 5,1 Prozent im gesamten Agenturbezirk.

Die leichte Erholung ist in erster Linie in besseren Jahreswerten des Rechtskreises SGB III bei einem Minus von 5,5 Prozent begründet. Der Rechtskreis SGB II hat dagegen nur einen minimalen Rückgang von 0,2 Prozent zu verzeichnen. Weniger Jobsuchende gab es unter den Jugendlichen bis 25 Jahren (minus 9,7 Prozent), Frauen (minus 2,7 Prozent) und Männern (minus 2,1 Prozent).

Außen vor ließ der positive Trend dagegen über 50jährige (plus 2,8 Prozent), über 55jährige (plus 3,6 Prozent) und vor allem Ausländer (plus 9 Prozent). Auch die Anzahl der Langzeitarbeitslosen kletterte um 2,5 Prozent.

Zugenommen haben im Jahresvergleich auch die Meldungen neuer Arbeitsstellen um 5 Prozent und der Bestand um 11,1 Prozent.

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Im Jahresvergleich sank die Anzahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg um 146 oder 3,3 Prozent. Durchschnittlich 4.373 Personen waren 2013 auf Beschäftigungssuche, 4.228 in 2014. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent, 0,2 Punkte weniger als im Vorjahr.

Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen (minus 3,5 Prozent), Männern (minus 3,2 Prozent) und jungen Erwachsenen (minus 13 Prozent) abnahm, stieg sie bei über 50jährigen (plus 2,8 Prozent) und Ausländern (plus 10 Prozent). Die Langzeitarbeitslosen machten in 2014 mit 31,5 Prozent etwa ein Drittel der Leistungsempfänger aus, dennoch sank ihre Anzahl um 1,9 Prozent.

Ein Plus zeigen der Stellenzugang mit 6 Prozent und der Stellenbestand mit 14,8 Prozent durchschnittlichem Zuwachs.

"Jeden integrieren!"

Als erfreulich wertet Agenturchef Uwe Kemper die positive Jahresbilanz 2014, mahnt aber gleichzeitig an, nicht einzelne Personengruppen außen vor zu lassen. "Dass Ältere und Ausländer nicht profitieren konnten, lässt leider darauf schließen, dass hier immer noch unberechtigte Vorbehalte existieren", kritisiert der Agenturleiter und setzt hinzu: "Bei der aktuell hohen Nachfrage nach Mitarbeitern ist es nicht akzeptabel und nachzuvollziehen, dass zweifellos vorhandene Kompetenzen dieser Personengruppen dem Arbeitsmarkt vorenthalten bleiben." Ein weiteres wichtiges Ziel sei es, verstärkt wieder Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen.

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