Weniger Stellen – Arbeitsmarkt verliert an Dynamik

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Hessen. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Hessen entspricht den saisonüblichen Erwartungen. Im aktuellen Monat ist die Arbeitslosigkeit um 4.48

Hessen. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Hessen entspricht den saisonüblichen Erwartungen. Im aktuellen Monat ist die Arbeitslosigkeit um 4.488 auf 181.911 Menschen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,8 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg...

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen unter anderem auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, liegt mit 239.500 etwa 3.700 Personen niedriger als im Vormonat.

"Der winter- und witterungsbedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen vor allem in Nord- und Mittelhessen ist wieder rückläufig", so Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.  

Arbeitsmarkt verliert schrittweise an Dynamik

Trotz noch immer rückläufiger Arbeitslosenzahlen sprechen jedoch inzwischen mehrere Faktoren für eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt. Die Zahlen des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosengeld I-Empfänger und Arbeitslose ohne Leistungsanspruch), der generell am stärksten auf Konjunkturausschläge reagiert, sind hierbei besonders aussagekräftig. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen in diesem Bereich von März 2010 bis März 2011 um fast 19,0 Prozent, von März 2011 bis März 2012 nur noch um 3,6 Prozent. 

Auch der Rückgang bei den jüngeren Arbeitslosen hat sich deutlich verlangsamt.

Die den Agenturen für Arbeit im ersten Quartal 2012 neu gemeldeten Arbeitsstellen liegen mit knapp 38.000 etwa 6,5% unter dem vergleichbaren Wert des Jahres 2011. In ihrer Jahresprognose für 2012 geht die Regionaldirektion von einem deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit um 8.000 Personen im Jahresdurchschnitt aus.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unterdurchschnittlich

Mit einem Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 2,4 Prozent im Januar 2012 im Vergleich zum Vorjahr bleibt Hessen unverändert unter dem westdeutschen Schnitt von 2,7 Prozent (Bund: 2,6 Prozent). Der hochgerechnete, vorläufige Wert beläuft sich auf 2.259.900. Die Branchen mit dem stärksten Zuwachs sind Erziehung und Unterricht (+6,5 Prozent), Gastgewerbe (+ 4,4 Prozent) sowie Spedition und Logistik (+3,4 Prozent). Weiter sinkend ist die Beschäftigtenzahl im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (-2,8 Prozent) auf 51.600.  

3.000 Bewerber mehr als Ausbildungsstellen

Die ersten Zahlen für das Ausbildungsjahr 2011/2012 zeigen im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Bewerber (+6,2 Prozent) sowie der Ausbildungsstellen (+ 3,4 Prozent). 31.959 Bewerber standen zum Stichtag 28.795 gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber.

"Es zeigt sich schon jetzt, dass die Jugendlichen sich deutlich früher um einen Ausbildungsplatz bemühen als in den Jahren zuvor. Auch die Ausbildungsbetriebe melden ihre Stellen früher. Ein deutliches Zeichen, dass der Wettbewerb um die attraktiven Stellen und natürlich auch Bewerber erheblich zugenommen hat", erklärt Frank Martin.

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