Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche: Die CDU Diemelsee sagt "recht so"

Auch die CDU Diemelsee steigt in die Diskussion über die Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche ein. Abtreibung sei rechtswidrig, so die Christdemokraten.

Diemelsee - Auf Bundesebene wollen Linke, Grüne, FDP und die SPD das bisherige Werbeverbot zur Abtreibung kippen. „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird alle entsprechenden Anträge ablehnen“, wissen die heimischen Christdemokraten und sehen das genauso: „Wenn es um den Schutz ungeborenen Lebens geht, scheuen wir keine Diskussion“, erklärt der Vorsitzende der CDU Diemelsee Jan-Wilhelm Pohlmann.

Ungeborenes Leben habe eine eigene Rechtsqualität und sei verfassungsrechtlich geschützt, meint auch Jörg Weidemann, Vorstandsmitglied der CDU Diemelsee. In seinen Augen sind „Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor rechtswidrig, auch wenn sie in bestimmten Fällen straffrei gestellt werden.“

Die Fraktionsvorsitzende Dr. Beate Schultze betont: „Ein Abbruch ist auch für die betroffenen Frauen eine schwere Entscheidung und ein schwerwiegender Eingriff. Deshalb haben wir die Pflicht zur umfassenden Beratung. Deshalb darf der, der berät, nicht den Abbruch vornehmen. Deshalb ist ein Schwangerschaftsabbruch keine normale medizinische Dienstleistung, für die in Anzeigen oder über das Internet geworben werden darf. Diese klare Haltung werden wir Christdemokraten bei allen Diskussionen und Abstimmungen vertreten.“

„Sollte es zu einer Abstimmung im Bundestag kommen, werde sich zeigen, wer von den Abgeordneten das bewährte Lebensschutzkonzept in aller Konsequenz trägt und wer nicht.“ Die Initiativen von Linken, Grünen und SPD brauchen Stimmen aus dem bürgerlichen Lager, um eine Mehrheit zu bekommen.

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