Wieder mehr Arbeitslose und Kurzarbeiter

Waldeck-Frankenberg. Der Wintermonat Januar lässt die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg wie üblich steigen. So kletterte die Arbeitslosenquote

Waldeck-Frankenberg. Der Wintermonat Januar lässt die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg wie üblich steigen. So kletterte die Arbeitslosenquote auf 5,6 Prozent, während sie im Vormonat noch 4,9 Prozent betrug. 4.756 Kreisbewohner sind momentan ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 605 mehr (plus 14,6 Prozent) als im Dezember 2011.

Ein höherer Arbeitslosenstand ist im Berichtsmonat bei allen Personengruppen zu beobachten. So stieg im Januar die Anzahl der Männer ohne Beschäftigung um 22,2 Prozent (minus 8,5 Prozent zu Januar 2011), der 15 bis unter 25jährigen um 17,0 Prozent (minus 8,9 Prozent im Jahresvergleich) und der über 50jährigen um 12,8 Prozent (minus 6,0 Prozent im Jahresvergleich).  

Unbeeindruckt von der Wintersaison melden sich sowohl Stellenzugang wie Stellenbestand mit Spitzenwerten. Die insgesamt 758 Beschäftigungsangebote übertreffen die Januar-Zahlen der vergangenen zwölf Jahre deutlich, so die Arbeitsagentur. Allein binnen Jahresfrist zeigt sich hier ein Plus von 35,6 Prozent. Auch die im Berichtsmonat neu gemeldeten 374 Jobofferten – 16,9 Prozent mehr als im Januar 2011 - markieren im Vergleich letzter Winter eine hohe Mitarbeiternachfrage der heimischen Unternehmen.  

"Die regionale Wirtschaft hat einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften", betont Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. Das zeige nicht nur der aktuell hohe Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsangebote von 89,2 Prozent und unbefristeter Anstellungsmöglichkeiten von 83,2 Prozent. "Beide Segmente stiegen im Vergleich zu Januar 2011 gravierend an, nämlich um 42,3 Prozent sowie um 68,3 Prozent", unterstreicht der Agenturchef. "Diese Nachfrage bestmöglich zu befriedigen, das ist eine unserer wichtigsten Herausforderung."  

Dennoch sind 2.381 Menschen ohne Beschäftigung im Januar in Korbach und Bad Wildungen registriert. Das sind 346 mehr als im Dezember. 1.337 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Zugang um 164 Personen gegenüber dem Vormonat. 1.038 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zum Dezember sind das 95 mehr.

Kurzarbeit immens angestiegen

52 Unternehmen meldeten 735 Mitarbeiter zur Kurzarbeit im Dezember 2011 an. Noch im November 2011 waren es 12 Betriebe mit 94 Beschäftigten und im Dezember 2010 49 Betriebe mit 443 Beschäftigten gewesen. Für die Arbeitsagentur aber "saisonal üblich".

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