Modernes Bildungszentrum für Gesundheitsberufe ist für Bad Wildungen im Gespräch

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Zuletzt informierte sich die SPD Kreistagsfraktion bei einem Besuch in der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg über die Bildungsangebote. Mit mehr als 100 Lehrern und 2.000 Schülern sowie Studierenden stellt die Hans-Viessmann-Schule an zwei Standorten im Landkreis eine sehr umfangreiche Auswahl zur Verfügung.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg überlegt in Bad Wildungen ein Zentrum für Gesundheitsberufe zu schaffen.

Bad Wildungen. Der Kreistag hat beschlossen, prüfen zu lassen, wie Bad Wildungen zu einem Bildungsstandort für Gesundheitsfachberufe werden kann. Angedacht ist, die Hans-Viessmann-Schule (HVS) zu modernisieren und mit dem Asklepios Bildungszentrum zusammen zu führen. Auch die Werner Wicker Kliniken haben bereits Interesse an einer Kooperation bekundet.

Die Einrichtung von Asklepios sei in der aktuellen Form nicht mehr konkurrenzfähig, so Claudia Ravensburg CDU. Asklepios muss bauen. Und die HVS ist veraltet, was die Räume anbelangt. Auch kann sich die HVS am jetzigen Standort aufgrund der Lage im Wohngebiet nicht mehr entfalten. Die Stadt Bad Wildungen habe deswegen als neuen Standort die Ense Schule ins Auge gefasst. Dort gebe es Grundstücke, die entweder der Stadt gehören, oder gekauft werden könnten, berichtete Piro Klein (SPD).

Die HVS könnte zur Berufsfachschule Plus aufsteigen und vielleicht sogar eine gymnasiale Oberstufe bekommen. Letzteres empfahl Friedhelm Pfuhl von der FDP, wegen des Erfolgs an der Berufschule Korbach-Bad Arolsen. „Das berufliche Gymnasium dort stellt mittlerweile die stärkste Oberstufe im Landkreis.“ Daher sei es prüfenswert, ob nicht ein berufliches Gymnasium entstehen könnte. Mit dem Ausbau Bad Wildungens zum Bildungsstandort für Gesundheitsfachberufe profitieren nicht nur die 19 Reha-Kliniken dort. Neben qualifiziertem Nachwuchs für die Gesundheitsbranche, hofft der Landkreis auch auf steigende Schülerzahlen aus dem Schwalm-Eder Kreis. Das neue Hessenticket für Schüler macht räumliche Entfernungen günstig.

Für Bad Wildungen, das als Reha-Standort zu den ersten drei Adressen in Deutschland zählt, wäre die Realisierung eines solchen Schwerpunktstandortes zukunftsweisend. Sollte es so kommen, würde der bisherige HVS-Standort in Bad Wildungen aufgegeben. Jetzt ist aber zunächst der Kreisausschuss gefragt, die Möglichkeiten auszuloten.

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