Vipers gehen mit Schweizer Nationaltorhüterinnen-Duo in die kommende Saison

Die 36-jährige Manuela Brütsch gehört inzwischen fast schon zum Inventar des Wildunger Bundesliga-Handballs.
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Die 36-jährige Manuela Brütsch gehört inzwischen fast schon zum Inventar des Wildunger Bundesliga-Handballs.

Manuela Brütsch hat ihren Vertrag bei den Vipers verlängert. Dazu wechselt Lea Schüpbach aus Paris nach Bad Wildungen.

Bad Wildungen - Wann die Vipers in die Saison 20/21 starten, steht aufgrund der Coronakrise noch nicht fest. Eines ist hingegen sicher: Mit der Vertragsverlängerung der dienstältesten Spielerin Manuela Brütsch und der Neuverpflichtung von Lea Schüpbach ist den Verantwortlichen ein feiner Schachzug gelungen.

Die 36-jährige Manuela Brütsch gehört fast schon zum Inventar des Wildunger Bundesliga-Handballs. Seit 2012 hütet sie das Gehäuse. Bestimmt hat „Schweini“ schon an ihr Leben nach der Handballkarriere gedacht, konnte aber von den HSG-Verantwortlichen für eine weitere Saison gewonnen werden. Die vorzeitig abgebrochene Spielzeit 19/20 bestärkte den Entschluss der Schweizerin: „Mir ist schnell klar geworden, dass ich auf diese Art und Weise nicht aufhören möchte und unbedingt noch zeigen will, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Gerade jetzt in der Zeit, in der wir weder spielen noch mit dem Team trainieren durften, wurde mir umso mehr bewusst, wie viel Spaß ich noch immer habe und dass meine Motivation noch kein bisschen nachgelassen hat. Nach dem abrupten und unvorhersehbaren Saisonabbruch bin ich dankbar dafür, dass ich das Vipers-Trikot eine weitere Saison tragen darf. Und ich freue mich natürlich sehr, in Zukunft zusammen mit meinem „Nati-Gspändli“ Lea, das Torhüterduo bilden zu dürfen.“ Trainerin Tessa Bremmer: „Wir kennen die Qualitäten von Manu, sie kann Spiele im Alleingang entscheiden, was sie auch diese Saison wieder bewiesen hat. Sie steckt mitten in der Planung für ihr Leben nach dem Handball, von daher bin ich umso glücklicher, dass sie ihren Vertrag nochmal verlängert hat.“

Die 22-jährige Lea Schüpbach wechselt vom französischen Erstligisten Paris 92 in die Kurstadt, wo die Schweizerin einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben hat. „Nach meinem ersten Jahr im Ausland in Paris freue ich mich sehr auf die neuen Herausforderungen und die aussichtsreiche Perspektive bei den Vipers in der 1. Bundesliga. Zusammen mit Manuela Brütsch werde ich versuchen, mit besten Leistungen zu überzeugen. Dabei werde ich sicher auch von Manus langjähriger Erfahrung profitieren. So, wie wir es in der Schweizer Nationalmannschaft auch schon praktizieren!“ Auch Bremmer ist von der Kompatibilität der beiden Landsfrauen überzeugt: „Lea war meine absolute Wunschspielerin auf der Torhüterposition. Sie hat einen anderen Stil als Manu und auch die Stärken der beiden unterscheiden sich. Trotz ihres jungen Alters konnte sie bereits internationale Erfahrungen mit der Schweizer Nationalmannschaft sammeln und hat mit Paris schon ihre erste Auslandsstation hinter sich.“

Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel sieht in der Verpflichtung einer weiteren Schweizerin auf der Torhüterposition viele Vorteile: „Mit Lea kommt eine sympathische, offenherzige junge Frau. Dass sie und Manu sich bereits aus der Nationalmannschaft kennen, kann für uns nur von Vorteil sein. Die beiden werden uns als eingespieltes Duo sicherlich viel Freude in der kommenden Saison bereiten.“

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