Bad Wildungen will mehr Natur in der Innenstadt

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Bad Wildungen bewirbt sich um das Label „StadtGrün naturnah“. Mit dem bundesweiten Projekt will die Badestadt für mehr Natur in der Innenstadt sorgen.

Bad Wildungen - Menschen brauchen Grünflächen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Gesundheit und Zufriedenheit von Menschen höher ist, wenn sie näher an Grünflächen leben.

Besonders Kinder können hier ihren Drang nach Entdeckung und Abenteuer ausleben sowie heimische Pflanzen und Tiere beobachten. Werden innerstädtische Grünflächen naturnah gepflegt, profitieren auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Naturnahe Gestaltungsformen setzen jedoch häufig ein Umdenken in Verwaltung, Politik und Bürgerschaft voraus. Dieses Umdenken will Bad Wildungen jetzt weiterentwickeln.

Die Teilnahme am Verfahren für das Label „StadtGrün naturnah“ biete hierzu Impulse und Unterstützung, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Vor-Ort-Beratung durch das Bündnis und der Austausch mit den weiteren Teilnehmenden sollen bei der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen helfen. Kostenlose Öffentlichkeitsarbeit soll Bürger für mehr Natur in der Stadt begeistern.

Die Stadt Bad Wildungen wird auch lokale Akteure am Labeling-Verfahren beteiligen. Bürgermeister Ralf Gutheil: „Die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im innerstädtischen Bereich entscheiden am Ende, ob unsere Stadt das Label in Bronze, Silber oder Gold erhält“. Das Bündnis vergibt das Label für jeweils drei Jahre. Anschließend muss es durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

Bad Wildungen ist eine von bundesweit 13 Kommunen, die vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ (Bündnis) für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ausgewählt wurde. Das Bündnis zeichnet mit dem Label kommunales Engagement zur Förderung der biologischen Vielfalt aus. Honoriert werden beispielsweise die naturnahe Gestaltung und Unterhaltung von Parkanlagen oder die Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich. Start des einjährigen Labeling-Verfahrens war der 2. Januar 2019.

„Es gibt viele Wege, die Artenvielfalt im Siedlungsraum zu schützen und zu fördern. Auch die Sensibilisierung der Stadtbevölkerung für die Belange des Naturschutzes spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Mit dem Label „StadtGrün naturnah“ möchten wir Städte und Gemeinden dabei unterstützen und für mehr naturnahe Grünflächen in Kommunen sorgen“, erklärt Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde.

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