Wilke-Rückruf: Priska Hinz bei der Task-Force Lebensmittelsicherheit

Die Rückrufaktion verläuft ordnungsgemäß. Trotzdem sollten Verbraucher weiterhin darauf achten, Waren mit dem Kennzeichen DE EV 203 EG zu entsorgen, erklärt Ministerin Priska Hinz nach einem Besuch im Regierungspräsidium Darmstadt.

Twistetal. „Die Task-Force Lebensmittelsicherheit überwacht den laufenden Rückruf der Waren der Firma Wilke. Die zurücklaufenden Meldungen zeigen, dass die Rückrufaktion ordnungsgemäß verläuft“, erklärte Verbraucherschutzministerin Priska Hinz bei ihrem heutigen Besuch im Regierungspräsidium Darmstadt. „Trotzdem sollten Verbraucher weiterhin darauf achten, Waren mit dem Kennzeichen DE EV 203 EG zu entsorgen. Bei Unklarheit steht den Verbrauchern die Hotline zur Verfügung, die ebenfalls im Regierungspräsidium Darmstadt betreut wird und seit Mittwoch früh geschaltet ist“, ergänzte die Ministerin.

„Die Hotline wird gut angenommen. Der überwiegende Teil der Anrufer stellt Fragen zur Unbedenklichkeit gekaufter Ware. Unsere Mitarbeiter leisten hierbei direkt Hilfestellung“, erklärte Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Nach allen vorliegenden Informationen ist davon ausgehen, dass keine Ware der Firma Wilke mehr am Markt vorhanden ist. „Die Rückmeldungen von den Behörden und den Unternehmen entlang der Lieferketten von Wilke zeigen, dass die Rücknahme gut funktioniert“, erklärte der Leiter der Task Force, Dr. Tobias Lackner.

Am 2. Oktober wurden alle zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden in Deutschland und im Ausland über den Rückruf aller Produkte der Firma Wilke sowie über deren Geschäftsbeziehungen unterrichtet. Die jeweils örtlich zuständigen Überwachungsbehörden können mit diesen Angaben noch vorhandene Waren sicherstellen und die Rücknahme und den Rückruf zu den Kunden in der jeweils nächsten Handelsebene beaufsichtigen. Alle in Hessen zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden informieren sich gegenseitig fortlaufend, so dass alle Waren der Firma Wilke auf allen Vertriebsstufen in Hessen möglichst schnell und vollständig aus dem Handel genommen werden.

Das Regierungspräsidium Darmstadt fungiert als sogenannte Landeskontaktstelle. Sofern Lebensmittel in Hessen selbst beanstandet werden, sammelt diese alle relevanten Informationen und leitet über die Bundes- und EU-Kontaktstelle die Unterrichtung der anderen EU-Mitgliedsstaaten ein. Die Task-Force Lebensmittelsicherheit ist eine im Auftrag des Hessischen Verbraucherschutzministeriums eingerichtete interdisziplinäre Sondereinheit. Sie koordiniert kreisübergreifend das Krisenmanagement, führt landesweit interdisziplinäre Lebensmittelkontrollen durch und betreibt für Hessen das EU-Schnellwarnsystem sowie die Plattform www.lebensmittelwarnung.de.

Rubriklistenbild: © Foto: Althaus

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