Windveto-Waleck-Frankenberg: "Die Energiewende funktioniert so nicht"

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Szene vom Protest am Nationalparkzentrum in Vöhl-Herzhausen am 17. Juni 2018. Dort protestierte die „Initiative Mensch und Natur Edertal“, die zu Windveto gehört, während im Zentrum das zehnjährige Bestehen der Einrichtung gefeiert wurde.

Für die Aktivisten von „Windveto-Waleck-Frankenberg“ ist der Ausbau der Windkraft, wie er aktuell vorangetrieben wird, unverständlich.

Vöhl - „Deutschland hat bereits die höchste Dichte von Windrädern in der Welt nach Dänemark. Die Dänen bauen seit 2015 Windräder an Land aus gutem Grund wieder ab. Das Konzept der grünen Energiewende wird uns als ganz simpel verkauft: Wir haben im Jahr ein Drittel Ökostrom. Da brauchen wir nur einfach noch zweimal so viele Windräder dazu stellen und dann haben wir 100 Prozent regenerativen Strom. Das ist so simpel wie falsch, da es schlicht an der Realität vorbeigeht“, teilt Dr. Stephan Kaula aus Lichtenfels mit.

„Zwei Drittel des Jahres haben wir zu wenig Wind. Selbst 100.000 Windräder nützen bei Flaute nichts. Und wenn wir richtig Wind haben, dann wissen wir schon jetzt nicht mehr, wohin mit dem ganzen Strom. Denn es gibt hier und heute keine ausreichenden Stromspeicher.“

In Kaulas Augen müsste seit „2017 neben jedem neu gebauten Windrad ein Stromspeicher in gleicher Leistung stehen, der für einen Monat Strom tanken und abgeben kann, damit das alles einen Sinn ergibt.“ Doch das ist aktuell unrealistisch, weil viel zu teuer. Windveto-Waleck-Frankenberg fordert ein schnelles Umdenken beim Ausbau der Windkraft, um die Fehlentwicklungen zu stoppen.

Die „Initiative Mensch und Natur Edertal“, die zu Windveto gehört, protestierte in Vöhl-Herzhausen am Nationalparkzentrum. Dort hielt Hessens Umweltministerin Priska Hinz die Festrede zu 10 Jahre Nationalparkzentrum.

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