Wird das Kurhaus Areal in Bad Wildungen zum noblen Hotel und Stadtvillen Standort?

Mit bis zu 21 Millionen Euro würde ein Investor das verlassene Kurhaus Areal in Bad Wildungen umgestalten und ein Hotel sowie acht Stadtvillen schaffen.

Bad Wildungen – Die Badestadt hat eine zarte, aber wegweisende Entscheidung getroffen und lässt den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal neu entwerfen. Das Areal könnte sich in naher Zukunft dann zum luxuriösen und modernen Magneten für Einheimische und Gäste umwandeln, wenn sich die Planungen vorantreiben lassen.

Es gibt einen Investor, der Interesse hat, das Grundstück zu kaufen und 15 bis 21 Millionen Euro investieren möchte. Das 2010 geschlossene Kurhaus würde dann abgerissen und ein 4-Sterne-Hotel sowie acht noble Stadtvillen geschaffen. Dies haben die Planer vom der PQ GmbH aus Heidelberg gemeinsam mit den potenziellen Betreibern von der Brendal Hotelgroup den Stadtverordneten vorgestellt. Der Magistrat hatte im Vorfeld bereits einstimmig die Pläne befürwortet.

Fotostrecke: Pläne für das Kurhaus Areal in Bad Wildungen

Bad Wildungen hat eine zarte aber wegweisende Entscheidung getroffen und lässt den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal neu entwerfen.
Ein 4-Sterne-Hotel sowie acht noble Stadtvillen könnten auf dem Areal entstehen, wenn die Pläne weitergeführt werden. © Grafik: PQ GmbH
Bad Wildungen hat eine zarte aber wegweisende Entscheidung getroffen und lässt den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal neu entwerfen.
Eine mögliche Frontansicht des geplanten Hotels. Der Bau soll modern und innovativ erscheinen, mit großen Fassadenelemente und einem Mix aus Holz, Beton und Glas. Für das Restaurant ist ein separater Eingang geplant. © Grafik: PQ GmbH
Bad Wildungen hat eine zarte aber wegweisende Entscheidung getroffen und lässt den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal neu entwerfen.
Angedacht ist, das verlassene Kurhausgebäude abzureißen, die darunterliegende Tiefgarage jedoch zu erhalten. Die beiden Parkdecks wären sowohl öffentlich als auch für Hotelgäste nutzbar. Darüber sollte ein dreigeschossiges Hotel mit 130 bis 140 Zimmern entstehen. © Grafik: PQ GmbH
Bad Wildungen hat eine zarte aber wegweisende Entscheidung getroffen und lässt den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal neu entwerfen.
Das 2010 geschlossene Kurhaus fristet seither nur noch ein Schattendasein. © Foto: Marcus Althaus

Angedacht ist, das verlassene Kurhausgebäude abzureißen, die darunterliegende Tiefgarage jedoch zu erhalten. Die beiden Parkdecks wären sowohl öffentlich als auch für Hotelgäste nutzbar. Darüber sollte ein dreigeschossiges Hotel mit 130 bis 140 Zimmern entstehen (100 Standardzimmer, 20 Superior, Juniorsuiten und Suiten). Der Bau soll modern und innovativ erscheinen, mit großen Fassadenelemente und einem Mix aus Holz, Beton und Glas.

Das Hotel soll neben den Gästezimmern auch Tagungsräumlichkeiten (rund 500 Quadratmeter) bieten, die sowohl als Ballsaal, für Familienfeste oder andere Veranstaltungen genutzt werden können. Geht es nach Michael Schlaich vom interessierten Betreiberkonzern, werden so neue Gäste begeistert. Selbst aus Kassel soll Potenzial „abgefischt werden“, so das Ziel. Ein Barkonzept und ein Restaurant mit separatem Eingang ist nicht nur für Hotelgäste geplant. Man wolle „Das Hotel“ der Stadt werden.

Die bereits bestehende Vorfahrt zum Kurhaus, wäre später auch die ideale Vorfahrt zum Haupteingang und dem angeschlossenem Empfang des Hotels. Das dreigeschossige Gebäude erstreckt sich entlang der Langenmarckstraße, ähnlich wie das jetzige Kurhaus. Ein Wellnessbereich (eventuell auch öffentlich) und eine großzügige Dachterrasse mit Bistro sind ebenfalls im Konzept enthalten.

Um auch den Markt für hochwertiges Wohnen in Bad Wildungen zu beleben, sind acht mögliche Stadtvillen im Projekt skizziert, die mehr als 30 gehobene Wohneinheiten bieten könnten. Diese entstehen auf den Freiflächen des Areals. Altbaumbestände sollen den Parkcharakter erhalten und größtenteils bestehen bleiben. Alles in allem bekäme das Stadtquartier in diesem Bereich eine enorme Aufwertung und Belebung. Für Planer, Betreiber und den Investoren ist die Entscheidung der Stadtverordneten ein erstes wegweisendes Signal.

Rubriklistenbild: © Grafik: PQ GmbH

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