Das Wissen wächst: Arbeitskreise digitalisieren das Waldecker Platt

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Bauen zusammen das Waldeckische Mundartarchiv als Ton- und Textarchiv auf: vorne sitzend v. l. n. r. Heinrich Viering (Landau), Dr. Werner Beckmann (Mundartarchiv Sauerland, Cobbenrode), Günther Viering (Landau) und Heinrich Finke (Bühle). Hinten stehend v. l. n. r. Heinrich Paul (Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins), Andreas Karl Böttcher (Leiter des plattdeutschen Arbeitskreises im Waldeckischen Geschichtsverein – Bezirksgruppe Bad Arolsen) und Gerd Trotte (Landau).

Der plattdeutsche Arbeitskreis im Waldeckischen Geschichtsverein arbeitet grenzübergreifend am Aufbau eines Mundart-Archivs.

Bad Arolsen - Bühler und „Landögger“ Wissen ist für das neue Mundartarchiv verewigt worden. Hierzu hatten sich im Wohnhaus von Heinrich Viering neben dem Hausherrn auch Günther Viering, Gerd Trotte, Gerhard Menkel (alle Landau) und Heinrich Finke aus Bühle eingefunden, um im Rahmen der Sprachforschung Dr. Werner Beckmann vom Mundartarchiv Sauerland, Andreas Karl Böttcher, Leiter des plattdeutschen Arbeitskreises im Waldeckischen Geschichtsverein – Bezirksgruppe Bad Arolsen – und Heinrich Paul, Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins, Rede und Antwort zu stehen.

Dr. Werner Beckmann erhielt für die Sprachproben unverfälschtes Platt in der jeweiligen örtlichen Mundart. Alle Interviews zur Lebensgeschichte der Probanden und zum Ort, die in der Waldecker Sprache für künftige Generationen verewigt werden, fließen nämlich nicht nur ins Mundartarchiv Sauerland sondern auch in guter Zusammenarbeit von Westfalen und Waldeckern in die neue Dokumentationsstelle des Waldecker Platts, dem neuen Waldeckischen Mundartarchiv im Schreiber´schen Haus in Bad Arolsen.

Es wird ein ganz besonderes Ton- und Textarchiv. Deswegen ist es neben den authentischen Interviews der plattdeutschen Gewährsleute umso wichtiger, auch alte Platt-Aufzeichnungen zu erfassen und Dokumente aufzuspüren – also literarische Werke. Andreas Karl Böttcher  versucht neben der Arbeit von Dr. Beckmann Informationen von bzw. zu Autoren aus den jeweiligen Ortschaften zu bekommen.

Geschichten, Gedichte, Reime, Anekdoten und dörfliches Wissen aus längst verloren gegangen Zeiten in gedruckten oder handschriftlichen Versionen werden speziell gesucht. In einem zweiten Schritt werden auch diese vom plattdeutschen Arolser Arbeitskreis vertont und auf Tonträgern gesprochen. Das Literaturarchiv ist schon jetzt eine Wissens-Quelle, aus der die Freunde der plattdeutschen Sprache schöpfen können. Jede Ortschaft besitzt eine solche Einmaligkeit.

Um diesen Sprachschatz auch vollständig für alle Ortschaften im Waldecker Land zu heben, suchen die Initiatoren nicht nur Sprecher für die Sprachforschung, sondern auch Texte und Wissenswertes für das neue literarische Archiv im Waldecker Land. Für Rückfragen und Hinweise steht Andreas Karl Böttche zur Verfügung. Tel. 0151-15815361 oder info@ Marsberger-Geschichten.de.

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