Wissen was damals geschah: Die Arolsen Archives starten das Projekt „documentED“

Mehr Wissen beim Besuch ehemaliger Konzentrationslager: Die Arolsen Archives starten das Projekt „documentED“, mit zielgenauen Lernpaketen für die Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten.
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Mehr Wissen beim Besuch ehemaliger Konzentrationslager: Die Arolsen Archives starten das Projekt „documentED“, mit zielgenauen Lernpaketen für die Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten.

Jugendliche wissen oft wenig über die Verfolgung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus – obwohl das Thema fest in den Lehrplänen verankert ist. Dabei ist es angesichts rechter Hetze im Netz zunehmend wichtig, dass Schüler gut informiert sind.

Bad Arolsen. Jugendliche wissen oft wenig über die Verfolgung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus – obwohl das Thema fest in den Lehrplänen verankert ist. Dabei ist es angesichts rechter Hetze im Netz zunehmend wichtig, dass Schüler gut informiert sind, um nicht in den gefährlichen Strudel von Rassismus und Antisemitismus zu geraten.

Deshalb unterstützen die Arolsen Archives Schulen ab sofort mit Materialien für Gedenkstättenfahrten, in denen das Schicksal individueller KZ-Häftlinge im Mittelpunkt steht. Das Projekt documentED führt vom individuellen Schicksal hin zum größeren Kontext. Die Jugendlichen lernen Täter-Dokumente über die Opfer zu lesen und zu verstehen. Insgesamt stehen Materialpakete, sogenannte Toolkits, zu mehr als 40 inhaftierten Personen zum Download zur Verfügung. Sie repräsentieren 13 verschiedene Gedenkstätten und unterschiedlichste Verfolgungsgründe.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, begrüßt die Initiative der Arolsen Archives: „Wenn Schülerinnen und Schüler sich mit Dokumenten aus der NS-Zeit und dem persönlichen Schicksal von KZ-Insassen befassen, wird das Grauen des Holocaust verständlicher. documentED trägt dazu bei, junge Menschen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenhass zu immunisieren.“

Lokaler Bezug und persönliche Schicksale

Die Lehrenden erhalten mit jedem Toolkit didaktische Hinweise sowie ergänzendes Material, z.B. für analoge als auch digitale Ideen für fortführende Gedenkprojekte. Diese können von den Jugendlichen eigenständig und kreativ umgesetzt werden. Die Toolkits sind für einzelne Unterrichtseinheiten genauso geeignet wie für eine Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten.

Auf Anfrage stellen die Arolsen Archives Schulen individualisierte Toolkits mit doppeltem Lokalbezug zur Verfügung: Die Dokumente in den Toolkits beziehen sich dann nicht nur auf die zu besuchende Gedenkstätte, sondern auch auf den Herkunftsort der Jugendlichen. So ermöglichen persönliche Schicksale inhaftierter Personen aus der Umgebung der jeweiligen Schule einen besonderen Bezug zur Thematik für die Jugendlichen.

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