„Wunderbares Korbach“: Christoffel-Blindenmission dankt den 147 Spendern

Christine aus Kamerun steht stellvertretend für alle, denen CBM eine Operation ermöglichte. Ihr Foto ziert die Pressemitteilungen zur Spendenbereitschaft bundesweit.
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Christine aus Kamerun steht stellvertretend für alle, denen CBM eine Operation ermöglichte. Ihr Foto ziert die Pressemitteilungen zur Spendenbereitschaft bundesweit.

Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das für ihn wie ein Wunder. Solche Wunder haben die Bürgerinnen und Bürger aus Korbach allein im vergangenen Jahr 628 Mal bewirkt, freut sich die Christoffel-Blindenmission CBM).

Korbach. Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das für ihn wie ein Wunder. Solche Wunder haben die Bürgerinnen und Bürger aus Korbach allein im vergangenen Jahr 628 Mal bewirkt, freut sich die Christoffel-Blindenmission CBM).

Auf Grundlage des Postleitzahlengebietes der Stadt wurde ermittelt, das die Hansestädter insgesamt 18.860 Euro spendeten. Sowohl Einzelspenden, Daueraufträge und Vermächtnisse aus dem Jahr 2020 können darin enthalten sein.

Mit diesem Geld will die Blindenmission Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika Augenlicht schenken. 628 Operationen am Grauen Star seien damit möglich.

Der Eingriff kostet in den Projekten der CBM für Erwachsene durchschnittlich 30 Euro. Bei Kindern kostet er wegen der benötigten Vollnarkose 125 Euro. Diese Beträge können sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

Weltweit sind 17,1 Millionen durch Grauen Star erblindet, einer Trübung der Augenlinse. Um diese Trübung zu beseitigen, braucht es nur rund 15 Minuten. Unglaublich? Ein Arzt oder eine Ärztin und Menschen wie die 147 Spenderinnen und Spender in Korbach können das Unglaubliche wahr machen.

Durchblick dank Kunstlinsen

So war es auch bei der 17-jährigen Christine aus Kamerun. Sie betete jeden einzelnen Tag für ein Wunder. Die junge Frau konnte seit ihrer Geburt nicht gut sehen. Ihre Mutter Ngono ging schon früh mit ihr zum Arzt. Dort wurde festgestellt, dass Christine Grauen Star hatte, aber die Ärzte verschrieben nur Augentropfen. „Egal wie stark ich blinzelte oder wie weit ich mein Auge geöffnet habe, meine Sicht war verschwommen“, berichtete die junge Frau.

Ngono suchte weitere Ärzte mit ihrer Tochter auf . Wieder Augentropfen, Kontaktlinsen oder Brillen. „Irgendwann haben wir fast alle acht Monate die Linsen gewechselt“, erzählt die Mutter und gesteht auch, dass ein Großteil des Familieneinkommens dafür drauf ging. Besser sehen konnte Christine trotzdem nicht. Im Gegenteil: Die junge Frau ging zwar zur Schule, ihre Noten jedoch wurden wie ihr Sehvermögen jedes Jahr schlechter – und Christine immer abhängiger von anderen. Sie brauchte Hilfe von Fremden beim Überqueren der Straße, die Mitschriften ihrer Klassenkameraden zum Lernen und ihre Familie, um den Alltag zu bewältigen. Dann geschah das Wunder, das Christine sich so sehr gewünscht hat. Sie traf auf Menschen, die ihr helfen konnten. Ein von der CBM-gefördertes Ärzteteam war in ihrer Region und klärte sie und ihre Mutter auf, dass ein chirurgischer Eingriff Christines Erblindung aufhalten, ja sogar heilen kann. Kinder müssen eigentlich schon in frühen Jahren operiert werden, damit sie noch sehen lernen. Aber Christine hatte Glück: Die 17-Jährige wird im Krankhaus operiert und kann trotz ihres Alters nach dem Eingriff klar sehen, der Schleier vor ihren Augen ist weg. Dank der Spenderinnen und Spender der CBM hat die Mutter sogar weniger bezahlt als für manche Sehhilfe ihrer Tochter.

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